"Gdrive" kommt durch die Hintertür

Google Docs speichert jetzt Dokumente aller Art

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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In Google Docs (hierzulande: Text & Tabellen) kann man jetzt beliebige Dateien hochladen und mit anderen gemeinsam nutzen.
Die Dokumentenliste von Google Docs - künftig für quasi beliebige Dateien.
Die Dokumentenliste von Google Docs - künftig für quasi beliebige Dateien.

Das kündigt Google-Produkt-Manager Anil Sabharwal heute in einem Blog-Eintrag an. Demnach rollt Google in den nächsten Wochen für Google-Apps-Nutzer die Möglichkeit aus, mittels Google Docs beliebige Dateitypen - bislang waren nur gängige Office-Formate, RTF, PDF sowie HTML drin - in der Google-Cloud zu deponieren. Jeder Nutzer erhält 1 Gigabyte (GB) Speicherplatz, eine einzelne hochgeladene Datei darf maximal 250 Megabyte groß sein.

Damit werde es künftig überflüssig, Dateien auf einem USB-Stick mit sich herumzuschleppen oder sich selbst per Mail zu schicken, schreibt Sabharwal weiter. Besonders nützlich sei die neue Upload-Möglichkeit in Verbindung mit den bereits verfügbaren gemeinsam genutzten Ordnern ("Shared Folders") in Google Docs, über die man nun einer Arbeitsgruppe ganz leicht eine Datei bereitstellen könne.

Für zahlende Kunden der Google Apps Premier Edition besteht überdies die Möglichkeit, über die Google Documents List API Dateien per Stapelverarbeitung hochzuladen oder entsprechende Third-Party-Tools zu verwenden. Premier-Kunden erhalten in den kommenden Monaten außerdem die Option, zusätzlichen Online-Speicherplatz für drei Euro pro GB und Jahr zuzukaufen.

Wie bei jedem Speicher in der Cloud gilt für das neue Google-Angebot natürlich, dass man sicher besser zweimal überlegen sollte, welche Daten man außerhalb des eigenen Firmennetzes ablegt und durchsuchbar macht (falls die Policies im Unternehmen so etwas überhaupt erlauben). Falls der Dienst komfortabel und performant funktioniert, wird er aber so oder so schnell Nutzer und Freunde finden.

Und auch wenn es bislang keine Integration mit dem Windows Explorer oder Mac-Finder gibt - eigentlich haben wir hier nun das sagenumwobene Netzlaufwerk "Gdrive" vor uns, auf dem man beliebige Dateien auf Servern von Google statt lokal ablegen kann.