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Desktop-Apps

Google Chrome wird zur Plattform

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Google Chrome wurde gestern fünf Jahre alt - und entwickelt sich vom Browser weiter in Richtung Plattform.

Google hat gestern in seinem Chrome-Blog eine neue Generation von Chrome-Apps angekündigt, die sich auf dem Desktop-PC oder Notebook ähnlich installieren lassen wie man das von Smartphones und Tablets bereits gewohnt ist. Diese Apps nutzen zwar die Technik von Chrome, haben aber keine typische Web-Anmutung mehr.

Der Launcher für die neuen Chrome-Desktop-Apps erscheint, sobald man im Web Store die erste installiert.
Der Launcher für die neuen Chrome-Desktop-Apps erscheint, sobald man im Web Store die erste installiert.

Zentrale Features sind

  • Offline arbeiten (oder spielen);

  • keine Browser-Bedienelemente;

  • Dokumente und Dateien lassen sich sowohl lokal als auch in der Cloud (Google Drive und anderswo) ablegen;

  • Desktop-Benachrichtigungen;

  • Zugriff auf drahtlos oder verkabelt angeschlossene Peripherie;

  • automatische Aktualisierung im Hintergrund (außer die App braucht neue / mehr Rechte);

  • Sync über alle benutzten Rechner hinweg, Weiterarbeiten wo man aufgehört hat;

  • Sicherheits-Features wie Sandboxing, sowie

  • ein Launcher, mit dem man die Apps verwalten und aus der Taskbar / dem Dock heraus starten kann.

Zunächst funktionieren die neuen Chrome-Apps auf Google-Chromebooks und Windows-Rechnern, Mac und Linux sollen folgen. Google hat im Chrome Web Store bereits eine Sammlung "For your desktop" angelegt, die zum Beispiel die Bildbearbeitung "Pixlr Touch Up", die Aufgabenverwaltung "Wunderlist" (von 6Wunderkinder aus Berlin) oder das Rennspiel "Cracking Sands" enthält.