Google Cloud BigTable

Google bietet NoSQL-Datenbanksystem aus der Cloud an

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Mit Google Cloud Bigtable macht der Internetriese nun die der Google-Suche und Diensten wie Gmail, YouTube oder Google Maps zugrundeliegende Datenbank für Unternehmen und Organisationen verfügbar.
Google Cloud BigTable
Google Cloud BigTable
Foto: Google

„Die berühmte Datenbank, auf der Google basiert, ist nun weltweit für jedermann verfügbar“, wirbt der Internet-Riese. Dahinter steckt das Angebot „Google Cloud Bigtable“: ein Service für das Speichern großer Datenmengen in der Cloud, der laut Anbieter seine Tauglichkeit seit Jahren beweist: als technische Grundlage der Google-Suche sowie für Gmail, Youtube, Google Analytics, Google Earth, Google Maps und andere Dienste.

Anwender aus der Industrie könnten den Service für das Verwalten von Massendaten nutzen, wie sie in Internet-of-Things-Projekten durch Sensoren erzeugt werden. Finanzunternehmen sollen damit Petabytes an Handelsdaten managen und Trends analysieren. Als Referenzkunden nennt Google hier Sungard, einen der größten Anbieter von Software und Services für die Finanzbranche. Google spricht zudem Energieversorger, Biotech-Konzerne und andere Branchen mit Massendatenaufkommen an.

Gehosteter NoSQL-Datenspeicher

Bei Bigtable handelt es sich um einen gehosteten NoSQL-Datenspeicher. Anwender sprechen ihn über das API „Apache Hbase“ an, eine Open-Source-Implementierung der Bigtable-Architektur für das Speichern von Daten über ausgedehnte Serverlandschaften hinweg. Damit ist die Datenbank mit bestehenden Big-Data- und Hadoop-Ökosystemen „nativ“ integriert. Bigtable-Daten lassen sich problemlos in Standardformate exportieren.

Software Defined Infrastructure in Deutschland 2016

Software Defined Infrastructure in Deutschland 2016

Software Defined Infrastructure (SDI) hilft Ihnen IT-Ressourcen kosteneffizienter und flexibler zu nutzen.
Weitere Vorteile und eine Roadmap zur SDI laut IDC erfahren Sie in dieser Studie.

Bigtable harmoniert laut Google mit anderen Cloud-Services des Anbieters, etwa „Big Query“ oder „Cloud Dataflow“. Google behauptet, in internen Benchmarks habe Bigtable geringere Latenzzeiten für das Lesen und Schreiben von Daten aufgewiesen, als eine generische HBase-Version oder die No-SQL-Datenbank Cassandra. Google verspricht ein Full-Service-Paket inklusive Datenreplikation fürs Backup sowie Datenverschlüsselung. (mb)