Government Cloud

Google baut eine IT-Wolke nur für Behörden

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Ab 2010 will Google eine Cloud in Betrieb nehmen, die speziell auf die Bedürfnisse von Ämtern und Behörden in den USA zugeschnitten ist.

Für die öffentliche Hand in den USA arbeitet Google eigenen Angaben zufolge an einer Cloud. 2010 soll die Infrastruktur stehen, kündigte der Konzern im AMES Research Center der Weltraumbehörde NASA an. Die Cloud soll sicherstellen, dass Behörden Dienste aus dem Internet beziehen können und dabei ihre rechtlichen Auflagen einhalten. Derzeit befindet sich Google in Gesprächen, ein Vertrag sei jedoch noch nicht unterzeichnet worden.

Die Services sollen in Googles Rechenzentren laufen, allerdings auf speziellen Systemen, um die Einhaltung der Auflagen zu gewährleisten. Dies betrifft beispielsweise Vorgaben, wonach Daten ausschließlich in den USA verarbeitet und Techniker als Geheimnisträger eingestuft werden müssen. Auf der Google-Veranstaltung stellte der amerikanische Bundes-CIO Vivek Kundra auch den neuen IT-Supermarkt für Behörden vor: Apps.gov. Die Seite - derzeit sind noch viele der virtuellen Regale leer - sei der erste Schritt des Staates ins Cloud Computing.