Next big thing?

Google arbeitet angeblich an einer VR-Version von Android

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Auf das Mobile-Zeitalter folgt das Virtual-Reality-Zeitalter (VR) – darin sind sich im IT-Markt offenbar alle einig. Nun hat offenbar Google ein Team von Spezialisten zusammengezogen, um eine auf VR-Anwendungen optimierte Android-Version zu entwickeln.

Das berichtet das "Wall Street Journal" mit Bezug auf zwei Insider. Google wolle die mit Android verfolgte Strategie eines kostenlosen Betriebssystems im VR-Umfeld fortführen, heißt es. Immerhin wurde Android damit zum mit Abstand am weitesten verbreiteten Mobile-Betriebssystem und ist heute auf über einer Milliarde Geräte installiert. Das Projekt ist noch höchst spekulativ, zumal es im Markt kaum kommerziell verfügbare VR-Geräte gibt. Immerhin war das Thema ein Highlight auf der Game Developers Conference in SanFrancisco, wo die Besucher Schlange standen, um die von Facebook erworbenen VR-Brille "Oculus Rift" und andere Headsets auszuprobieren.

Google war 2014 Hauptinvestor bei einer Finanzierungsrunde für das VR-Startup Magic Leap aus Florida, das eine Finanzspritze von insgesamt 542 Millionen Dollar erhielt. Es entwickelt brillenähnliche Geräte, mit denen sich computergenerierte Bilder über real wahrgenommene Gegenstände projizieren lassen. Ein weiteres Team bei Google testet ein mit mehreren Kameras ausgestattetes Tablet, das ebenfalls Augmented-Reality-Funktionen bietet.

Der VR-Markt ist schon umkämpft, bevor er sich überhaupt entwickelt hat. Während sich Samsung für sein "Gear VR" Headset mit Oculus VR zusammengetan hat, setzt Sony auf sein eigenes "Project Morpheus". Microsoft arbeitet an seinem Windows-10-basierten Computer "HoloLens", mit dem sich reale Arbeitsumgebungen via holografischer Objekte virtuell erweitern lassen sollen.