SLA verbessert

Google Apps auf dem Weg zu vier Neunen

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Google hat das Service Level Agreement (SLA) für seine gehostete Programmsammlung Google Apps for Business verbessert.

Das SLA sieht nun keinerlei Scheduled Downtime mehr vor. Google sei damit der erste namhafte Cloud-Anbieter, der Wartungsfenster komplett aus seinem Vertrag streiche, schreibt Product Management Director Matthew Glotzbach im Official Google Enterprise Blog. Überdies werde das SLA dahingehend angepasst, dass auch kurzfristige "Schluckauf"-Downtimes gezählt würden. Zuvor wurden Ausfallzeiten von weniger als zehn Minuten dem Kunden nicht angerechnet.

Google gibt ferner an, dass die Verfügbarkeit seines Webmail-Dienstes Gmail (hierzulande: Google Mail) im Jahr 2010 für private wie Business-Nutzer im Schnitt bei 99,984 Prozent gelegen habe. Das entspreche einer Downtime von sieben Minuten pro Monat als Ergebnis mehrerer sekundenlanger Aussetzer (natürlich gab es auch Nutzer mit längeren Ausfallzeiten - bei diesen entschuldigt Google sich und hat bei Business-Kunden auch gegebenenfalls Ausgleichszahlungen geleistet).

Die hohe Verfügbarkeit habe man ohne Wartungsfenster erreicht, obwohl im Laufe des Jahres 30 neue Features eingeführt und zig Millionen neue Nutzerkonten angelegt worden seien, so Glotzbach weiter. Die Verfügbarkeit von nahezu "vier Neunen" nehme sich insbesondere im Vergleich zu On-premise-Lösungen hervorragend aus, für welche die Radicati Group durchschnittliche Downtimes von 3,8 Stunden im Monat konstatiere.