Enterprise Mobility Management

Good Technology bringt Container-Apps in den Desktop-Bereich

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Als Reaktion auf den Trend zu vielfältigen mobilen Endgeräten im Unternehmen weitet EMM-Spezialist nun seine sichere Container-Technologie mit Good Work und Good Access auf Windows-Devices aus.
Mit Geräten wie dem Surface Pro verwischen die Grenzen zwischen Laptop und Tablet - mit entsprechenden Konsequenzen für das Management.
Mit Geräten wie dem Surface Pro verwischen die Grenzen zwischen Laptop und Tablet - mit entsprechenden Konsequenzen für das Management.
Foto: Microsoft

Statt lediglich Laptops, die vom Unternehmen verwaltet werden, an kurzzeitig Beschäftigte auszugeben, suchen immer mehr Firmen nach einem Weg, Bring Your Own Device (BYOD)-Modelle für Windows-Laptops und -Tablets zu etablieren. So beschäftigt die Versicherungsbranche beispielsweise Hundertausende von befristet Angestellten in Bereichen, in denen die Geräte nicht unter der direkten Verwaltung der IT-Abteilung stehen. Um diesen Mitarbeitern dennoch schnell und kostengünstig die benötigten Geräte zur Verfügung zu stellen, sollten Unternehmen eine sichere Umgebung für Geschäftsanwendungen bereitstellen.

Der EMM-Spezialist Good Technology adressiert diese Entwicklung nun, indem sie die Collaboration-Apps "Good Work" und "Good Access" auch für Windows 8.1 und Windows 10 bereitstellt. Die beiden Anwendungen basieren auf Chromium und HTML 5, Good Work ist eine sichere E-Mail-, PIM- und Collaboration-Anwendung, Good Access ist ein sicherer Browser und erlaubt es Unternehmen, problemlos eine große Auswahl an Web-Anwendungen bereitzustellen und schneller zusätzliche (Web-)Apps entwickeln.

Screenshot: Good Work auf einem Windows-Gerät
Screenshot: Good Work auf einem Windows-Gerät
Foto: Good Technology

Da beide Anwendungen auf der Good-Dynamics-Plattform aufbauen, sind sie verschlüsselt in einem Container und sicher mit dem Unternehmen verbunden, die IT kann diese abgeschlossene Umgebung verwalten, ohne einen direkten Zugriff auf das Gerät zu benötigen. Die von Smartphones und Tablets bekannte Lösung eignet sich also für Szenarien, wo das Unternehmen die Devices der Mitarbeiter nicht verwaltet oder nicht verwalten kann (z.B. ByoD). Gleichzeitig entfallen die Kosten, die Komplexität und die - zumindest teilweise - schlechte Nutzererfahrung von Ansätzen wie virtuellen Desktop-Infrastrukturen (VDI) à la Citrix und VMware.

Von Analysten erhält die auf dem Good Exchange Cyber Security Summit 2015 in London vorgestellte Lösung gute Noten: "Microsoft vereinheitlicht mit Windows 10 seinen Ansatz für unterschiedliche Geräte und Formfaktoren", sagt Nick McQuire, Vice President Enterprise bei CCS Insight. "Deshalb sollten IT-Abteilungen gut überdenken, wie sie die Windows-Geräte im Unternehmen zukünftig verwalten - und zwar ähnlich, wie auch mobile Geräte verwaltet werden, unabhängig vom Format des Gerätes, das der Mitarbeiter oder Vertragspartner verwendet."

Good Access for Windows ist laut Good ab sofort als Beta-Version verfügbar. Good Work for Windows soll bis Ende des Jahres als Beta-Version erhältlich sein.