Verschlüsselungsprojekt

GnuPG kann zweiten Entwickler einstellen

11.03.2015
Das wichtigste freie Verschlüsselungsprogramm GnuPG wird künftig von zwei bezahlten Mitarbeitern entwickelt.

Nach einer Welle an Spenden habe er einen zweiten Entwickler einstellen können, verkündete der Programmierer Werner Koch in einem Blogeintrag. "Die finanzielle Krise des GnuPG-Projektes ist vorbei", schrieb er. Koch hatte die Software bisher praktisch im Alleingang entwickelt und war wegen zu geringer Spenden in Finanznöte geraten. Nach einem Medienbericht darüber meldeten sich viele Unterstützer: Allein am ersten Tag seien 120.000 Euro an Spenden eingegangen, sagte Koch. Auch die Internetfirmen Facebook und Stripe und die Linux-Stiftung unterstützten Koch mit Großspenden. Koch will mit den Spenden unter anderem die Bedienung des Programms verbessern.

Werner Koch war bis zuletzt die One-Man-Show von GnuPG - jetzt bekommt er Verstärkung.
Werner Koch war bis zuletzt die One-Man-Show von GnuPG - jetzt bekommt er Verstärkung.

GnuPG ist das wichtigste freie Kyptographiesystem. Es baut auf dem von Phil Zimmermann entwickelten Programm PGP ("Pretty Good Privacy") zur Verschlüsselung auf. Damit lassen E-Mails und andere Inhalte so schützten, dass sie nur Sender und Empfänger einsehen können. Die Systemsoftware für GPG, die Anwender nicht zu Gesicht bekommen, wurde zeitweise von Koch alleine entwickelt und gewartet. Andere Initiativen kümmern sich um die Benutzeroberfläche und Erweiterungen für E-Mail-Programme, mit denen Anwender ihre Mails verschlüsseln können. (dpa/tc)