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Gnome 2.2 ist verfügbar

07.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Gnome-Projekt hat die Version 2.2 seiner grafischen Benutzerführung für Linux bereitgestellt. Im Vergleich zur sechs Monate alten Version 2.0 enthält die kostenlose Software zahlreiche Verbesserungen und einige neue Funktionen. So bietet jetzt unter anderem der integrierte Dateimanager "Nautilus" kontextabhängige Menüs über die sich Anwendungen aufrufen lassen und Dialogboxen, die detaillierte Dateieigenschaften anzeigen. Außerdem gibt es eine "Startup Notification". Sie informiert Nutzer darüber, ob Anwendungen bereits gestartet wurden. Vor allem bei Applikationen mit langen Ladezeiten spart sich der Anwender dadurch wiederholtes Klicken auf das entsprechende Programm-Icon. Um die Funktion umzusetzen, greifen die Gnome-Macher auf Spezifikationen von Freedesktop.org zurück, die auch in die Entwicklung des zweiten

wichtigen GUI-Projekts (Graphical User Interface) KDE (K Desktop Environment) eingeflossen sind.

Bislang stellen Gnome und KDE zwar Benutzerführungen ähnlicher Anmutung zur Verfügung, sie verfolgen jedoch unterschiedliche Entwicklungsansätze. Experten rechnen damit, dass die Projekte künftig stärker auf gemeinsame Standards zurückgreifen. Für Nutzer und Anwendungsentwickler wäre das vorteilhaft, da sich Applikationen auf beiden GUIs einsetzen ließen, ohne sie speziell anpassen zu müssen. (lex)