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Global Crossing übertrifft die Erwartungen

02.08.2000
Dark-Fiber-Deal mit der Deutschen Telekom

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf - vor allem unterseeische - Glasfaser-Vernetzung spezialisierte Anbieter Global Crossing mit Sitz auf den Bermudas hat für seine zweites Fiskalquartal einen Nettoverlust von 504 Millionen Dollar oder 61 Cent pro Aktie ausgewiesen und damit die Erwartungen der Analysten (laut First Call/Thomson minus 63 Cent je Anteilschein) geringfügig übertroffen. Im Vorjahresquartal hatte Global Crossing noch einen Profit von knapp zehn Millionen Dollar (trotzdem minus ein Cent pro Aktie) gemeldet. Für den aktuellen Fehlbetrag machte das Unternehmen vor allem steigende Aufwendungen für Vertrieb, Marketing und Verwaltung verantwortlich. Chief Executive Officer (CEO) Leo Hindery erklärte dessen ungeachtet, er rechne in spätestens zwei Jahren mit einem positiven Cash-Flow. Der Umsatz von Global Crossing stieg von 190 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf 1,22

Milliarden Dollar. Der Vorjahresvergleich ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, weil das Unternehmen in der Zwischenzeit diverse Akquisitionen und Verkäufe getätigt hat.

Unterdessen hat Global Crossing einen vermutlich lukrativen Deal mit der Deutschen Telekom geschlossen. Der Bonner Carrier kauft sich in das europäische Glasfasernetz "Pan European Crossing" ein und erwirbt rund 3600 Kilometer so genanntes Dark-Fiber-Kabel (= ohne Switches und sonstiges TK-Equipment), das 15 europäischen Wirtschaftszentren miteinander verbindet. Darüber hinaus bezieht die Telekom von Global Crossing Co-Location-Services und andere Dienstleistungen. Damit will der Carrier den Ausbau seiner Netzplattform "T-GlobeNet" vorantreiben, die einmal 90 Städte in 40 Ländern verknüpfen soll.