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Global Crossing übernimmt US-Carrier Frontier

19.03.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die amerikanischen Unternehmen Global Crossing Ltd. und Frontier Corp. haben beschlossen, ihre Firmen zu verschmelzen. Dadurch entsteht ein globales Glasfasernetz auf Basis des Internet Protocol (IP), über das neben Internet-, Daten- und Konferenzdiensten auch Orts- und Ferngespräche angeboten werden sollen. Den Zusammenschluß läßt sich Global Crossing rund 11,2 Milliarden Dollar kosten. Dafür kann der TK-Carrier auf einen Schlag sein weltweites Netz um eine gut ausgebaute, USA-weite Glasfaserinfrastruktur erweitern. Frontier bietet auf dieser Basis amerikanischen Unternehmenskunden Internet- und Datendienste sowie Lokal- und Ortsgespräche. Insgesamt wird Global Crossing nach dem Merger über mehr als eine Million Kilometer Glasfaser verfügen, die 159 Städte in 20 Ländern verbinden.

Unlängst hatte der Carrier angekündigt, in Deutschland bis zum Jahresende 1999 sechs neue Zugänge zu seinem weltweiten Glasfasernetz einzurichten. Anwender in München, Stuttgart, Berlin, Dresden, Leipzig und Nürnberg können dann Services wie Internet-Zugang, Konferenzlösungen oder Sprachübertragung in Anspruch nehmen. Nach der von Frontier und Global Crossing unterzeichneten, definitiven Übernahmevereinbarung sollen Frontier-Aktien gegen Global-Crossing-Anteilsscheine getauscht werden, die zuletzt mit 62 Dollar an der Börse notierten. Sollten die Aktionäre der Transaktion zustimmen, könnte die Fusion im dritten Quartal 1999 abgeschlossen werden.