Bewertung jetzt 2 Milliarden

GitHub holt sich weitere 250 Millionen Dollar

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Der Hosting-Dienst für Softwareprojekte GitGub hat seine zweite Finanzierungsrunde abgeschlossen.

Und die fiel mit 250 Millionen Dollar für ein Series-B-Funding ungewöhnlich üppig aus, wie das Wirtschaftsmagazin "Forbes" schreibt. Die Runde wurde von Sequioa Capital angeführt und gehört zu den größten Investments, die Wagniskapitalgeber heuer bislang getätigt haben.

2012 hatte GitHub in einer ersten Finanzierungsrunde 100 Millionen Dollar von Andreessen Horowitz bekommen, die deren größte Einzelinvestition waren. "A16z" und die anderen Altinvestoren Thrive Capital und Institutional Venture Partners waren auch bei der neuen Runde mit von der Partie. Das frische Geld will GitHub unter anderem in den Ausbau seines Unternehmensgeschäfts und die Expansion in neue Geographien stecken (Europa wird für die Company zunehmend wichtiger).

Screenshot der Windows-App von GitHub
Screenshot der Windows-App von GitHub
Foto: GitHub

Das "Wall Street Journal" schreibt unter Berufung auf Insider, die neue Finanzierung bewerte GitHub nun mit 2 Milliarden Dollar. Die gleiche Bewertung hatte zuvor auch schon der Finanzdienst Bloomberg kolportiert. Schon in der Series A war GitHub mit 750 Millionen Dollar bewertet worden.

Das rasche Wachstum und die großen Investments unterstreichen die wachsende Bedeutung von Software-Entwicklung für die Wirtschaft und die wachsende Popularität des Open-Source-Modells.

GitHub war 2008 gegründet worden, um Entwicklern das gemeinsame Arbeiten an Software-Code zu erleichtern. Es wurde rasch zur bevorzugten Plattform für das Hosting von quelloffener Software und dehnte sich später auch auf andere Projekttypen aus. Auf GitHub arbeiten nach dessen Angaben 10 Millionen Nutzer gemeinsam an 25 Millionen Projekten. Jeden Monat kommen 33 Millionen Menschen auf die Webseite.

Für einige Negativschlagzeilen sorgte laut "Forbes" im vergangenen Jahr eine Entwicklerin, die sich bei Twitter darüber beschwerte, bei dem Startup in San Francisco herrsche eine frauenfeindliche Atmosphäre. In der Folge nahm GitHub-Mitgründer Tom Preston-Werner seinen Hut.

 

johndo24

Es ist interessant zu sehen, dass Software-Unternehmen eine so hohe Bewertung erreichen können - zumindest in den USA. Ich hoffe, der Trend schwappt auch nach Deutschland über, denn Software macht mittlerweile neben Marketing den Unterschied bei Technik-Produkten aus!

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