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Gigabell: Zwei Aufsichtsräte treten zurück

20.09.2000
Suche nach neuem Betreuer war erfolgreich

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Zwei externe Aufsichtsräte des von der Pleite bedrohten TK-Anbieters Gigabell haben ihren Austritt aus dem Gremium erklärt. Dabei handelt es sich um den Vorsitzenden Markus Ross und Hans-Christian Hauck. Im Laufe dieser Woche wird das Unternehmen die Nachfolger benennen. Nachdem Gigabell vergangene Woche ein Insolvenzverfahren wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beantragt hatte, ist nun vom Frankfurter Amtsgericht der Betriebswirt Dirk Pfeil zum vorläufigen Insolvenzverwalter der Firma bestellt worden. Wie Gigabell mitteilte, werde Pfeil nun prüfen unter welchen Bedingungen eine Fortführung und Sanierung möglich sei. Vorrangig sei dabei die störungsfreie Weiterführung des operativen Geschäftsbetriebs. Außerdem verhandele der Insolvenzverwalter gemeinsam mit der Unternehmensleitung mit Übernahme- und Beteiligungsinteressenten.

Nachdem am Montag die DG-Bank, die neben HSBC Trinkaus & Burkhardt als Betreuerbank des Unternehmens agierte, ihr Mandat niedergelegt hatte (Computerwoche.de berichtete), hat Gigabell nun die Lang & Schwarz Financial Services GmbH als neuen Betreuer gewonnen. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft der Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG und wird ihre Tätigkeit schnellstmöglich aufnehmen. Nach dem Regelwerk des Neuen Marktes benötigt ein Unternehmen mindestens zwei Betreuerbanken, um die Liquidität der Aktie im Markt gewährleisten zu können.