CeBIT

GFT setzt auf Mobile Finance

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Der IT-Dienstleister GFT will sich verstärkt im Bereich Mobile Finance (Banking, Payment) engagieren.
GFT-Chef Ulrich Dietz
GFT-Chef Ulrich Dietz

Auf der CeBIT in Hannover kündigte GFT-Technologies-Chef Ulrich Dietz an, seine Firma werde in diesem Jahr ihr Mobile Finance Competence Center in Barcelona und weitere Kompetenzzentren für mobile Anwendungen in Deutschland und Brasilien gründen. "Wir spüren einen immensen Beratungsbedarf bei Banken und Versicherungen", so Dietz.

"Die Banken müssen sich rechtzeitig mit dem Trend zur Mobilisierung von Geschäftsprozessen auseinandersetzen", pflichtete Hans-Peter Burghof bei, der als Professor den Lehrstuhl für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen an der Universität Hohenheim innehat. Den meisten Banken falle es allerdings schwer, sich in die neue mobile Welt hineinzudenken, in der sie plötzöich mit Interessenkonflikten und Wettbewerbsverhältnissen von Mobiltelefon-Herstellern, Netzbetreibern oder Internet-Unternehmen konfrontiert seien.

Neben den von Burghof genannten Problemen stellt laut Dietz auch die Vielzahl unterschiedlicher Betriebssysteme und Plattformen ein "virulentes Problem" dar, das sogar viele Hersteller davon abhalte, überhaupt eigene Apps für mobiles Banking oder Payment anzubieten. Die hauseigenen Entwickler erprobten gerade, ob möglicherweise ein Software Abstraction Layer ein gangbarer Weg sei, um diese Thematik in den Griff zu bekommen.

Von technischen Hürden will Dietz sich jedenfalls nicht abschrecken lassen. "Mobile Finance wird ein Riesenthema für alle werden", ist der GFT-Chef sich sicher. "Die Frage ist, ob man heute dabei ist oder nicht." Als IT-Spezialist und Kenner von Bankenprozessen sei GFT prädestiniert dafür, Finanzdienstleistern gerade jetzt dabei zu helfen, die Weichen für diesen Markt der Zukunft richtig zu stellen.