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GFT AG: Abschreibungen drücken Ergebnis

15.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die GFT Technologies AG erzielte im dritten Quartal einen Gesamtumsatz von 43,5 Millionen Euro. Das Ergebnis schließt bereits die Einnahmen von Emagine ein. Die IT-Tochter der Deutschen Bank wurde Anfang August mit der GFT zusammengelegt, an der so erweiterten Gesellschaft erwarb das Finanzinstitut eine Beteiligung von 25 Prozent (Computerwoche online berichtete). Ohne Emagine gingen die Einnahmen des Konzerns gegenüber dem Vorjahresquartal von 22,1 Millionen auf 20,5 Millionen Euro zurück. Das Betriebsergebnis ohne Emagine fiel von einem Plus in Höhe von 2,5 Millionen auf einen Verlust von 1,4 Millionen Euro. Entsprechend verbuchte das Softwarehaus statt eines Nettogewinns von 0,98 Millionen nun einen Fehlbetrag von 0,38 Millionen Euro (inklusive Emagine minus 0,39 Millionen Euro). Im zweiten Quartal hatte der Nettoverlust

des Unternehmens noch 1,6 Millionen Euro betragen.

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres erwirtschafte der GFT-Neukonzern einen Umsatz von 86,5 Millionen Euro. Dabei steuerten die ursprünglichen Geschäftsbereiche 63,5 Millionen Euro bei, in der Vergleichsperiode des Vorjahres waren es 64,5 Millionen Euro. Als Ebitda-Ergebnis wies der Neukonzern einen Gewinn von 2,7 Millionen Euro aus. Abschreibungen im Gesamtwert von fünf Millionen Euro führten jedoch zu einem negativen Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Ein operativer Gewinn von Emagine half dabei, den Verlust des Altkonzerns (minus 2,6 Millionen Euro) um 0,3 Millionen Euro zu senken.

Aufgrund der erst Anfang August erfolgten Konsolidierung der Emagine-Gruppe senkte GFT die bisherigen Umsatz- und Ertragsprognosen für das laufende Geschäftsjahr: Demnach sollen die Einnahmen nun nur noch 144 Millionen Euro betragen. Emagine soll dazu rund 25 Millionen Euro beisteuern. Der Vorstand erwartet aber weiterhin eine deutlich positive Ebitda-Marge. Mitte August hatte GFT noch einen Umsatz von 240 Millionen Euro, ein Ebitda von rund zehn Millionen Euro und ein Betriebsergebnis (Ebit) von rund 1,5 Millionen Euro vorhergesagt.