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Gewinn von LG Electronics schrumpft um 70 Prozent

19.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Verlusten der Handy-Sparte hat LG Electronics im zweiten Quartal 2005 einen Gewinneinbruch von 70 Prozent verbucht. Wie der zweitgrößte südkoreanische Elektronikhersteller bekannt gab, schrumpfte der Nettoprofit gegenüber dem Vorjahreszeitraum von rund 477 Millionen auf 145 Millionen Dollar. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar.

Ursache für das Debakel im Berichtszeitraum war in erster Linie der hohe Wettbewerbsdruck. Nach Darstellung der Koreaner führte die starke Konkurrenz durch Nokia, Samsung und Co dazu, dass die Handy-Sparte ihr Absatzziel von mehr als 13 Millionen Geräten verfehlte und mit minus 3,9 Millionen Dollar in die roten Zahlen rutschte. Relativ schwach schnitt außerdem der Bereich Flachbildschirme ab, wo LG über ein Joint Venture mit Philips aktiv ist. Wie bereits berichtet (siehe auch: "LG-Philips LCD meldet schwarze - aber schwache - Zahlen") sank der Nettoprofit von LG.Philips LCD, an dem die Südkoreaner mit knapp 45 Prozent beteiligt sind, gegenüber dem Vorjahreszeitraum von umgerechnet 678 Millionen auf 40 Millionen Dollar. Die Umsätze des Gemeinschaftsunternehmens lagen mit 2,23 Milliarden Dollar leicht unter Vorjahresniveau.

LG Electronics befürchtet, dass sich die Situation in der zweiten Jahreshälfte nicht aufhellt: Wegen des anziehenden Wettbewerbs im Bereich Mobiltelefone senkte der Hersteller seine Absatzprognose für das Gesamtjahr 2005 von 62 Millionen auf gut 50 Millionen Handys. Gleichzeitig erwartet das Unternehmen, dass der Preisrückgang bei Flachbildschirmen anhält. (mb)