Shared Service Center

Geteiltes Leid ...

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Wer nicht auslagern will, aber die interne IT effizienter aufstellen möchte, gründet ein Shared Service Center.
Quelle: D.Pistrov /Fotolia
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Shared Service Center (SSCs) sind nichts IT-spezifisches. Vor allem Konzerne betreiben schon lange interne Funktionssilos etwa für das Finanzwesen, die Buchhaltung oder die Personalbetreuung. Entsprechende Einrichtungen mit IT-Aufgaben sind vor einigen Jahren im Zuge der ersten Outsourcing-Welle aufgekommen. Die Firmen waren mit den Leistungen der internen IT-Abteilungen unzufrieden, wollten sie aber nicht auslagern. "Shared Service Center unterscheiden sich von einer externen Auslagerung darin, dass die Service-Provider möglichst viele Firmen aus sehr verschiedenen Branchen beliefern. Das Modell des Shared Service Centers konzentriert sich dagegen auf Konzernkunden und hat daher einen engeren Branchenfokus", erläutert Andreas Resch, Managing Partner beim Beratungshaus Modalis. Ein SSC zeichnet sich durch Schnittstellen zu den Anwendern in den Fachbereichen aus. Die Dienstleistungen sind genau beschrieben und mit Preisen sowie eindeutigen Qualitätsanforderungen (SLAs) ausgezeichnet.

Der Übergang zu den so genannten IT GmbHs ist fließend. Charakteristisch für ein Shared Service Center ist, dass es keine Ambitionen im Drittmarktgeschäft verfolgt und Leistungen unternehmensweit in einer Organisation konzentriert. In großen Konzernen sind die Servicezentralen weltweit aufgestellt, so dass sie einen 24/7-Betrieb gewährleisten können. Die Services werden dem ganzen Konzern sowie Firmenverbünden zur Verfügung gestellt.