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Gerüchte: IBM stellt Windows-NAS ein

04.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - IBM wird dem Vernehmen nach seine Windows-basierenden NAS-Filer einstellen und sich auf höherwertige Storage-Systeme fokussieren, darunter einen neuen Fileserver unter Linux. Noch in diesem Monat werde Big Blue die Modelle "Totalstorage NAS 100" (480 GB) und "NAS 200" (7 TB) abkündigen, die das Unternehmen bislang für Abteilungen, Arbeitsgruppen und kleinere Unternehmensanwendungen anbot, erklärten Insider. Das "NAS Gateway 300", das Server und PCs in IP-Netzen mit Storage Area Networks (SANs) auf Fibre-Channel-Basis verbindet, soll weiter im Programm bleiben. Vermutlich noch Ende dieses Jahres werde IBM außerdem ein Linux-basierendes NAS-System herausbringen. IBM selbst wollte die Gerüchte bislang nicht kommentieren.

Auch von Microsoft, von dem das von IBM und anderen Herstellern genutzte Spezialbetriebssystem "Windows Powered NAS" stammt, gab keine detaillierte Stellungnahme ab. Ein Sprecher sagte lediglich, es gebe genügend OEMs, die ihre Windows-NAS-Angebote weiter ausbauten. IBM hatte den NAS 200 im Juni 2001 und den kleineren NAS 100 im vergangenen Juli auf den Markt gebracht. IDC-Analyst John McArthur hält die Rückzugspläne für richtig. Mit Lowend-NAS könne man zwar Stückzahlen, aber keine nennenswerten Einnahmen erzielen. "IBM will das Rechenzentrum beherrschen - den Midrange und Highend-Markt", meint der Experte. "Dies richtet sich nicht gegen Microsoft." (tc)