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Gericom kann Umsatzrückgang nicht mehr aufholen

05.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Bei der Bekanntgabe der schwachen Zahlen im ersten Geschäftsquartal hatte sich der österreichische Notebook-Anbieter Gericom AG noch optimistisch gegeben. Das Linzer Unternehmen verkündete vor zwei Wochen, trotz der niedrigen Einnahmen die bisherige Jahresplanung von 640 Millionen Euro Umsatz und einer Ebit-Marge von 5,3 Prozent einzuhalten. Nun musste Gericom seine optimistischen Prognosen revidieren und bekannt geben, dass beide Kennzahlen nur in etwa auf Vorjahresniveau liegen werden. 2001 hatte die Firma Einnahmen in Höhe von 540 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Gewinnspanne vor Steuern und Zinsen betrug 4,9 Prozent (Computerwoche online berichtete).

Im ersten Quartal waren aufgrund von Lieferschwierigkeiten bei Intel-Prozessoren die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 46 Prozent auf 88 Millionen Euro zurückgegangen. Der Ebit-Gewinn wurde mit 4,34 Millionen Euro fast halbiert (Computerwoche online berichtete). Nachdem Gericom seit Anfang April auch Rechner mit CPUs des Intel-Konkurrenten AMD anbietet, hat sich die Lage nun wieder etwas entspannt: Im April verbuchte Gericom nach eigenen Angaben im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Umsatzwachstum von 16,7 Prozent, im Mai betrug der Zuwachs sogar 19,8 Prozent. Da der Umsatzrückgang jedoch trotz der positiven Entwicklung im laufenden Quartal nicht gänzlich einzuholen ist, soll das Geschäftsjahr nun zur Konsolidierung genutzt werden. Die Österreicher planen die Implementierung eines neuen Warenwirtschaftssystems, auf der Produktseite ist unter anderem ein PC

mit LC-Display in Entwicklung. (mb)