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Gerichte segnen Worldcoms Vertrag mit Capellas ab

17.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Für jährlich rund 6,7 Millionen Dollar soll der ehemalige Compaq-Chef Michael Capellas den angeschlagenen TK-Konzern BEZEICHNUNGWorldcom zum Erfolg führen. Wie das "Wall Street Journal" berichtet, haben gestern zwei New Yorker Gerichte den Vertrag des insolventen Konzerns mit seinem neuen CEO Michael Capellas genehmigt. Die Summe setzt sich aus einem regulären Jahresgehalt sowie leistungsbezogenen Bonuszahlungen und Aktienoptionen zusammen. Bezirksrichter Jed S. Rakoff, der das Verfahren der Börsenaufsicht gegen Worldcom leitet, nannte den Vertrag "vernünftig". Einen ersten Vertragsentwurf hatte er als überzogen kritisiert. Auch der Konkursrichter Arthur Gonzalez stimmte dem Paket zu. Demnach kassiert Capellas in den nächsten drei Jahren rund 20 Millionen Dollar: Ein Jahresgehalt von 1,5 Millionen Dollar, einen Bonus von weiteren 1,5 Millionen Dollar und zwei Millionen Dollar allein

für die Vertragsunterzeichnung. Außerdem zahlt Worldcom Aktienoptionen für rund zwölf Millionen Dollar, die im Erfolgsfall um ein weiteres Paket im Wert sechs Millionen Dollar aufgestockt werden. Im Rahmen einer Pressekonferenz kündigte Capellas an, im Januar einen 100-Tage-Plan für das Unternehmen vorzustellen. Außerdem plane er, ein neues Management sowie neue Aufsichtsratsmitglieder einzusetzten und ein Gremium ins Leben zu rufen, dass die Unternehmensführung beratend begleiten soll. (rs)