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Gericht legt Parteien im App-Streit Einigung nahe

13.10.2011
Im Verfahren um die "Tagesschau"-App hat das Kölner Landgericht an die Zeitungsverleger und die ARD appelliert, sich untereinander zu einigen.
Die klagenden Zeitungsverlage finden die "Tagesschau"-App zu textlastig.
Die klagenden Zeitungsverlage finden die "Tagesschau"-App zu textlastig.

"Halten Sie es für völlig ausgeschlossen, wenn man mal redet?", fragte der Vorsitzende Richter der Wettbewerbskammer, Dieter Kehl, am Donnerstag. Ein möglicher Kompromiss könne sein, dass die Inhalte, die sich nicht direkt auf die Sendung beziehen, in der "Tagesschau"-App abgespeckt und die sendungsbezogenen Inhalte vertieft würden. Der erste Verhandlungstermin zur Klage der Verleger endete schon nach einer Stunde.

Zeitungsverleger hatten gegen die kostenlose "Tagesschau"-App geklagt. Sie betrachten sie als unfaire Konkurrenz, da sie mit langen Texten neben "Tagesschau"-üblichen Videos presseähnlich sei. Die Zeitungen wollen mit ihren Apps, die sie speziell für Smartphones und Tablet-Computer wie das iPad programmieren, Geld verdienen. Das ARD-Angebot mache diesen Markt kaputt, argumentieren sie. Die ARD weist das zurück und pocht darauf, dass die "Tagesschau" auf allen relevanten Endgeräten präsent sein müsse.

Die "Tagesschau"-App ist eine Anwendung, mit der das Internet-Angebot "tagesschau.de" auf Smartphones und Tablet-Computern abgerufen werden kann. Sie hat mittlerweile mehr als 2,4 Millionen Nutzer. (dpa/tc)