Gericht: Handy in der Hand von Autofahrern in jedem Fall untersagt

21.09.2006
Das Handy in der Hand von Autofahrern bleibt nach einer neuen Entscheidung selbst dann tabu, wenn der Fahrer nur eine gespeicherte Nummer ablesen will.

Damit bestätigte das Oberlandesgericht (OLG) Hamm eine Entscheidung des Amtsgerichts Schwerte, wie am Donnerstag bekannt wurde (Az.: 2 Ss OWi 402/06). Das Amtsgericht hatte den Fahrer eines Sattelzugs zu einer Geldbuße von 100 Euro verurteilt.

Der Mann hatte den Angaben zufolge während der Fahrt eine Nummer auf seinem privaten Mobiltelefon abgelesen, um diese dann in das dienstliche Handy mit Freisprecheinrichtung einzugeben. Dabei handelt es sich nach Einschätzung des OLG um einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung. Die Benutzung während der Fahrt sei untersagt, wenn der Fahrer das Telefon in die Hand nehme oder es halte. (dpa/tc)