Selbständigkeit mal anders

Genosse IT-Freiberufler

Ingrid Weidner arbeitet als freie Journalistin ín München.
Die IT-Beratungsgenossenschaft K-42 aus München findet als lockeres Netzwerk aus IT-Selbständigen beruflichen Erfolg.

Nach vielen Jahren als fest angestellte IT-Mitarbeiter entschieden sich Robert Klein und Olaf Klostermann für die Selbständigkeit. Anfangs hatten die Gründer ähnliche Fragen wie andere Freiberufler, etwa wie es gelingen könne, als Einzelperson professionell gegenüber Kunden aufzutreten und mit einem Web-Auftritt auf die eigene Qualifikation hinzuweisen. "Wir wollten keine Web.de-Adresse als E-Mail-Account verwenden", erinnert sich Klein. Die Freelancer entschieden sich, ein Netzwerk von Gleichgesinnten zu gründen, in dem ein inhaltlicher und menschlicher Austausch möglich war.

Einstieg für größere Projekte

Alle K-42-Genossen treffen sich ein- bis zweimal jährlich, um über neue Ideen und Geschäftsmodelle zu sprechen. Außerdem organisieren die Mitglieder monatliche Regionaltreffen. Hier im Bild: Ulrich v. Rechberg, Robert Klein, Matthias Schmidt und Reiner Hüttl (v.l.n.r.).
Alle K-42-Genossen treffen sich ein- bis zweimal jährlich, um über neue Ideen und Geschäftsmodelle zu sprechen. Außerdem organisieren die Mitglieder monatliche Regionaltreffen. Hier im Bild: Ulrich v. Rechberg, Robert Klein, Matthias Schmidt und Reiner Hüttl (v.l.n.r.).
Foto: Privat

Im Jahr 2007 ging ihre Website online. Unter dem Namen K-42 bieten Klein, Klostermann und weitere IT-Spezialisten jeweils als Einzelperson unter dem Dach des gemeinsamen Namens K-42 ihre Beratungsleistungen an. Größere Projekte werden gemeinsam in Angriff genommen. Die meisten K42-Freiberufler bewegen sich im Business-Intelligence- und SAP-Umfeld. Das Portfolio der IT-Selbständigen finden Auftraggeber auf der Website beschrieben, doch den ungewöhnlichen Namen müssen sie häufig erklären. "K" steht für die Initialen der beiden Gründer Klein und Klostermann, die "42" kam in Anlehnung an Douglas Adams Roman "Per Anhalter durch die Galaxis" hinzu. Dort spuckt der Supercomputer, nach dem Leben und Universum befragt, nach vielen Jahren intensiven Rechnens als Antwort die Zahl "42" aus. Der unter Informatikern beliebte Roman stand Pate für den Firmennamen.

Inhalt dieses Artikels