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Gemischte Softwarezahlen

20.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der auf die Integration von Thin Clients mit NT-Servern spezialisierte Softwarehersteller Citrix hat in seinem ersten Geschäftsquartal die Gewinnprognosen der Analysten um zwei Cent übertroffen. Der operative Profit belief sich auf 43,9 Millionen Dollar oder 21 Cent je Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres lag das Plus bei 28,2 Millionen Dollar oder 15 Cent pro Anteilschein. Der Nettogewinn des Unternehmens betrug 38,5 Millionen Dollar (Q1 1999: 25,8 Millionen Dollar). Der Umsatz des Unternehmens stieg im Vorjahresvergleich um 50 Prozent auf 127,5 Millionen Dollar.

Informix wies für sein erstes Fiskalquartal einen Umsatz von 250,9 Millionen Dollar aus. Das sind zehn Prozent mehr als noch ein Jahr zuvor. Der Datenbank- und Data-Warehouse-Spezialist meldete jedoch einen Nettoverlust von 23 Millionen Dollar und brach damit seine seit neun Quartalen in Folge anhaltende positive Bilanz (CW Infonet berichtete). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres verbuchte Informix einen Nettogewinn von 7,6 Millionen Dollar. Ohne Berücksichtigung der Akquisitionskosten für Ardent Software belief sich das Ergebnis allerdings auf ein Plus von 27 Millionen Dollar oder zehn Cent je Aktie und schlug damit die Prognosen der Wallstreet.

Der Informix-Konkurrent Sybase meldete für sein erstes Geschäftsquartal einen Nettoprofit von 6,7 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich der Gewinn auf 5,9 Millionen Dollar. Der operative Profit stieg allerdings um 129 Prozent auf 19,5 Millionen Dollar (Q1 1999: 8,5 Millionen Dollar). Der Umsatz des Softwarehauses legte um neun Prozent auf 227 Millionen Dollar zu. Sybase machte für die positive Bilanz vor allem einen 13-prozentigen Umsatzanstieg in seinem Lizenzgeschäft verantwortlich.

Symantec erwirtschaftete in seinem vierten Geschäftsquartal einen Umsatz von 187,2 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor waren es noch 153,9 Millionen Dollar. Der operative Profit lag mit 40,2 Millionen Dollar oder 63 Cent je Aktie um 62 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Die Wallstreet hatte lediglich mit einem Gewinn von 53 Cent pro Anteilschein gerechnet. Für sein gesamtes Fiskaljahr 2000 wies das Softwarehaus Einnahmen von 704,9 Millionen Dollar aus; 1999 waren es noch 530,1 Millionen Dollar. Der operative Profit belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 130,9 Millionen Dollar (1999: 79,5 Millionen Dollar).

Das auf Dienstleistungen zur Authentifizierung und Verifizierung von Benutzern und digitalen Daten spezialisierte Unternehmen Verisign hat für sein erstes Fiskalquartal mit minus 26,2 Millionen Dollar ein höheren Verlust ausgewiesen als noch ein Jahr zuvor (zwei Millionen Dollar). Die roten Zahlen kamen vor allem aufgrund der Akquisitionen von Thawte Consulting und Signio zustande. Der Umsatz des Softwareherstellers stieg gegenüber dem Vorjahr um über 100 Prozent auf 34,1 Millionen Dollar.

Veritas Software verzeichnete in seinem ersten Geschäftsquartal aufgrund hoher Akquisitionskosten einen Nettoverlust von 174,4 Millionen Dollar. Ein Jahr zuvor wies der Hersteller von Speicher-Management-Lösungen noch einen Profit von 13,6 Millionen Dollar aus. Der Umsatz stieg von 71,9 Millionen Dollar im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf heuer 244,6 Millionen Dollar. Veritas hatte vor einigen Wochen angekündigt, im Rahmen einer komplizierten Transaktion große Teile von Seagate Technology zu übernehmen (CW Infonet berichtete).