Gemeinschaftswerk aus Ost- und Westdeutschland Turn the Radio on - wie der PC zum Audioempfaenger wird

21.07.1995

USINGEN (CW) - Alwin Stumpf, frueher Geschaeftsfuehrer von Commodore und Atari, will PC-Besitzern gepflegten Radio-Sound naeherbringen: Die Radiokarte "Audio-Surfer RDS" soll, so das selbstbewusste Eigenlob, Stereo-Hoervergnuegen in Hifi-Qualitaet garantieren.

Die technischen Daten liessen sich gar mit denen von Receivern der Spitzenklasse vergleichen, so dass die Karte auch fuer den professionellen Einsatz geeignet sei.

Die Empfangsfrequenzen bewegen sich zwischen 87,5 und 108 Megahertz, die Kanaltrennung betraegt mindestens 30 Dezibel, in der Regel 45 Dezibel. Antennen- oder Kabelempfang laufen ueber einen 75-Ohm-Eingang.

Eine Software unter Windows verschafft dem PC-Radio-Hoerer unter anderem Ueberblick ueber Stationen, Programmarten und Frequenzen.

Ein integrierter RDS-Decoder macht programmbegleitende Zusatzinformationen (Stichwort: Radiotext-Info) sichtbar. Sie werden mittlerweile von vielen UKW-Sendern ausgestrahlt. Hierzu gehoeren etwa Hinweise auf Titel, Interpret und CD von gerade gesendeten Musikstuecken oder Informationen ueber das Sendegebiet, das grafisch als Kartenausschnitt praesentiert wird.

Der seit Fruehjahr 1995 von bislang rund einem Dutzend Programmen ausgesendete Radiotext bietet zudem via RDS Kurznachrichten oder Programmankuendigungen.

Entwickelt hat die PC-Karte mit Radiotuner die Technotrend GmbH in Erfurt nach den Vorgaben der CPH Computer Produktions- und Handels GmbH aus Usingen, deren Geschaeftsfuehrer Stumpf ist. CPH existiert seit 1992. Einen Grossteil des Geschaefts macht Stumpf als OEM- Lieferant seiner Tuner-Karten. Peacock etwa setzt die Boards in seinen "Maxtasy"-PCs ein.

Die Audio-Surfer-Karte ist ueber den PC-Fachhandel und Kaufhaeuser wie Hertie oder Karstadt fuer unter 200 Mark erhaeltlich.