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Hilfsangebote nutzen

Gemeinsamer Kampf gegen Cyberrisiken

Alexander Oesterle (Chief Security Officer, SAP) absolvierte sein Studium der medizinischen Informatik an der Universität Heidelberg. Seine berufliche Karriere begann er als Programm Manager für SAP Implementierungen bei einem SAP Partner. Im Anschluss wechselte er zur InterComponentWare AG. Dort war er verantwortlich für das Qualitäts Management und die Globale IT. Seit dem Jahr 2007 ist er für SAP tätig, wo er zunächst das globale Prozess Management leitete. 2012 wurde er Global Vice President mit Verantwortung für Governance, Risk & Compliance. 2013 übernahm er zusätzlich die Verantwortung als Chief Security Officer für die Konzernsicherheit bei der SAP SE. Zur Zeit absolviert er seinen Executive MBA an der Mannheim Business-School und der ESSEC in Paris.
Die Bedrohung durch Cyberrisiken steigt täglich, Unternehmen werden durch den Sprung in die Cloud jetzt mit Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge noch komplexer und schwieriger zu sichern sein. Kann man IT noch absichern? Oder sind wir machtlos und stecken den Kopf in den Sand in der Hoffnung, dass schon nichts passiert? Wo gibt es Hilfe?

Auf den großen internationalen und deutschen Sicherheitskonferenzen (RSA San Francisco, Potsdamer Konferenz für Nationale CyberSicherheit des HPI) geht es so heiß her wie schon lange nicht mehr. Während in Potsdam Wissenschaft, Wirtschaft und Ministerien auf den Podien diskutieren, wie man zukünftig auf dem Gebiet Cybersicherheit besser zusammen arbeiten kann, kämpft das Netzwerk des Bundestages um das eigene Überleben.

Die Nachrichten über die letzten Cyberattacken sind noch nicht verklungen, da gehen Bürger und die Wirtschaft schon wieder zum Alltag über. Und der wird geprägt von der täglichen Frage: "Wie schnell kann ich IT-Innovationen einführen, um Wettbewerbsvorteile zu erlangen - ohne dabei Sicherheitskonzepte zu vernachlässigen, die mich angreifbar machen?" Auf der einen Seite verspürt man eine gefühlte Machtlosigkeit gegenüber den Hackern - auf der anderen Seite einen enormen Druck zur Innovation in der IT. Schafft es ein Unternehmen alleine, sich sicher aufzustellen? Braucht man die Unterstützung von staatlicher Seite oder Partnern? Wie werden wir gemeinsam Herr der Lage und wie können wir den ewigen Vorsprung der Hacker verkürzen?

Netzwerke für Cybesicherheit

Die Lösung kann nur Netzwerken und Zusammenarbeit heißen. Es gibt hervorragende Initiativen wie Deutschland sicher im Netz, Allianz für Cybersicherheit oder SAFECODE. Übrigens alles Initiativen, die auch von SAP aktiv unterstützt werden. Dort kann man sich auch als kleines und mittelständisches Unternehmen informieren und Unterstützung holen. Kostenlos! Im aktiven Dialog mit diesen Organisationen liegt der Schlüssel zur Weiterentwicklung dieser Hilfen. Nur wenn Sie die Angebote nutzen oder im Dialog bessere oder sinnvollere Angebote fordern, wird auch von staatlicher Seite oder von Großunternehmen weiter in diese Plattformen investiert werden.

Umfrage zu CRM in der Cloud

Auch Unternehmen untereinander sollten sich auf diesem Gebiet vernetzen. Gründen sie in ihrer Region eine Cybersicherheits-Arbeitsgruppe. Wenn sie zu klein sind, um sich eigene Fachkräfte zur IT Sicherheit zu leisten, können diese Arbeitsgruppen Gold wert sein.

Absicherung über professionelle Cloud-Firma größer

Ein weiterer Lösungsweg ist die Cloud. Auf der einen Seite beschleicht viele Unternehmer ein unsicheres Gefühl bei der Vorstellung, sensible Daten nicht im eigenen Keller vorzuhalten, sondern irgendwo in einem großen Rechenzentrum. Auf der anderen Seite ist die Absicherung einer professionellen Cloud-Firma um ein vielfaches Größer als das, was kleine Unternehmen stemmen können. Ein bisschen ist das so wie der Strumpf mit Bargeld unter dem Kopfkissen. Solange nicht eingebrochen wird, hat man das sichere Gefühl, das Geld im Haus zu haben. Ehrlich gesagt: Mein Geld der Bank anzuvertrauen, erscheint mir persönlich sicherer.

Meine letzte Empfehlung ist meine Erste: Nehmen sie das Thema Cybersicherheit ernst! Fangen Sie an, sich damit zu beschäftigen. Es wird uns länger erhalten bleiben und wer seine Daten und Werte gesichert sehen möchte, muss jetzt anfangen sich geeignet aufzustellen.