Big Log Data

Gelungenes Nasdaq-Debüt für Splunk

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Eine Firma mit lustigem Namen und (bislang) ohne Gewinn hat gestern das heuer bislang erfolgreichste IPO an den US-Börsen hingelegt.
Splunk feiert seinen Gang an die US-Technologiebörse Nasdaq.
Splunk feiert seinen Gang an die US-Technologiebörse Nasdaq.
Foto: Nasdaq OMX Group

Splunk konnte beim Nasdaq-Debüt unter dem Tickersymbol "SPLK" gestern seinen Ausgabekurs im Handel um 109 Prozent steigern (trotz eines ansonsten unfreundlichen Umfelds) und kam damit auf mehr als drei Milliarden Euro Marktkapitalisierung.

Splunk (der Name leitet sich von "spelunking" ab) wurde 2004 gegründet und möchte eine Art Google für Maschinendaten sein. Es hilft mit seinen Lösungen Unternehmen im Wesentlichen dabei, aus den Logfiles all ihrer IT-Gerätschaften - und das sind eine Menge, Stichwort also "Big Data" - nützliche Schlüsse zu ziehen.

Ende Januar hatte Splunk gut 3700 Kunden, darunter die Bank of America, den Kabelnetzbetreiber Comcast und die Hardvard University. CEO von Splunk ist seit 2008 der frühere Hyperion-Chef Godfrey Sullivan. Seine alte Firma hatte der Manager 2007 für 3,3 Milliarden Dollar an Oracle verkauft. Dass Splunk schon am Ende des ersten Börsentags gast genau so viel wert war, hat Sullivan laut "Wall Street Journal" dann doch etwas verwundert.

Momentan setzt Splunk noch primär auf Wachstum statt Profitabilität. Für das Ende Januar abgeschlossene Geschäftsjahr war ein Verlust von elf Millionen Dollar aufgelaufen nach 3,8 Millionen Millionen ein Jahr zuvor. Allerdings stiegen im gleichen Zeitraum auch die Erlöse um 83 Prozent auf 121 Millionen Dollar.