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Gelungene Veränderungsprojekte sind die Ausnahme

Johannes Königes ist freier Autor in München.
Fast die Hälfte der Mitarbeiter bremsen, wenn es um Neuerungen im Unternehmen geht. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der TU München.

Der volle Erfolg von Veränderungen stellt sich nur bei rund einem Fünftel der befragten Unternehmen ein.

Ausschlaggebend für den Misserfolg sind laut Studie unter anderem unzureichendes Engagement der oberen Führungsebenen (58 Prozent), unklare Zielbilder und Visionen der Veränderungsvorgänge (57 Prozent), sowie die fehlende Erfahrung der Führungskräfte im Umgang mit Verunsicherungen der betroffenen Mitarbeiter (55 Prozent). Nach Angaben der Befragten standen bei den letzten eigenen Veränderungsmaßnahmen grundlegende Restrukturierung (40 Prozent), strategische Neuausrichtung (34 Prozent), Unternehmensintegration bei Firmenübernahmen (17 Prozent), sowie Kulturwandel (16 Prozent) im Vordergrund. Damit die Umgestaltung in einem Unternehmen funktioniert, empfehlen die Wissenschaftler der Münchner Universität die Mitarbeiter zu motivieren und ihnen Orientierung zu geben. Das ist deshalb wichtig, weil die Studie 45 Prozent der Mitarbeiter als Bremser ausgemacht hat, lediglich 19 Prozent treiben Neuentwicklungen aktiv voran.