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Gehälter deutscher IT-Manager erstmals rückläufig

27.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Deutsche IT-Manager und -Fachkräfte werden im europäischen Vergleich nach wie vor gut bezahlt. Die Gehälter der Manager waren aber in diesem Jahr erstmals teilweise rückläufig, die der Fachkräfte stagnierten. Zu diesen Ergebnissen kommt die Unternehmensberatung Kienbaum in ihrer aktuellen Studie "Information Technology Executives and Specialists in Europe 2001". Die im Zusammenarbeit mit dem European Compensation Network (ECN) erstellten Untersuchung umfasst Daten von 29.370 IT-Positionen in zehn europäischen Ländern.

Demnach verdiente beispielsweise ein Leiter Systementwicklung in diesem Jahr mit einem Gesamtgehalt von durchschnittlich 86.000 Euro rund 8.000 Euro weniger als noch im Jahr 2000. Nach Angaben des Projektleiters Giuseppe Costa ist dies vor allem auf den hohen Anteil variabler Gehaltskomponenten zurückzuführen, die im Zuge sinkender Umsätze, Firmenpleiten und der Börsenbaisse nicht zur Auszahlung kamen. Trotzdem brauchten sich IT-Fachkräfte keine Sorgen um ihre berufliche Zukunft zu machen - die Nachfrage nach IT-Spezialisten sei weiterhin sehr hoch, so Costa.

Auch im europäischen Vergleich schneidet Deutschland in punkto Bezahlung weiterhin sehr gut ab. So verdient etwa ein IT-Direktor hierzulande im Schnitt 117.000 Euro pro Jahr. Spitzenreiter ist hier allerdings die Schweiz. Dort stehen für die gleiche Position 125.000 Euro auf dem Gehaltszettel. In Spanien sind es dagegen lediglich 79.000 Euro. Auch IT-Vertriebsleiter in Deutschland gehören mit einem Gesamtjahresgehalt von 105.000 Euro europaweit zu den Spitzenverdienern ihrer Zunft. Die mit 117.000 Euro höchsten Gehälter werden hier in Österreich bezahlt. Dem gegenüber haben Programmierer hierzulande europaweit die besten Gehaltsaussichten: Mit einem Jahresgehalt von durchschnittlich 45.000 Euro verdienen sie sogar doppelt so viel wie ihre Kollegen in Italien: Sie stehen mit 23.000 Euro am Ende der Gehaltstabelle. (jw)