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Gefälschten Schmuck versteigert: Tiffany verklagt Ebay

22.06.2004

Der Schmuckkhersteller Tiffany hat in New York Klage gegen Ebay eingereicht. Das Online-Auktionshaus mache sich der Verletzung des Tiffany-Markenzeichens mitschuldig, heißt es in der Begründung.

Nach Ansicht des Juweliers handelt es sich bei knapp drei Viertel der über Ebay versteigerten Schmuckstücke, die mit dem Markenzeichen "Tiffany" gekennzeichnet sind, um Fälschungen. Ebay verwies auf sein Programm VeRO (Verified Rights Owners), das Markeninhabern zur Verfügung gestellt wird, um Produktpiraterie auf der Online-Plattform zu bekämpfen. Tiffany-Anwalt James Swire stellte fest, dass zwar zwei Vollzeit-Angestellte bereits 19.000 Versteigerungen gefälschter Tiffany-Produkte unterbunden hätten, die solche Nachforschungen jedoch künftig in der Verantwortung von Ebay liegen sollten. "Da sie damit Geld machen, die Öffentlichkeit betrogen wird und Tiffany den Schaden hat, kommt die Frage auf, wer die Lasten der Überwachung tragen sollte", zitiert die Nachrichtenagentur "Reuters" den Anwalt.

Swire will ferner eine Auflistung aller Gewinne mit gefälschtem Tiffany-Schmuck und erwirken, dass der Handel mit Plagiaten über die Online-Plattform künftig unterbunden wird. Als Strafandrohung fordert er eine Million Dollar pro gefälschter Produktart. (lex)