Best in Cloud 2015 – IBM Deutschland GmbH

„Gefällt mir!“ Social-Media-Recruiting aus der Cloud mit Talentwunder

Unser Content- und Projektmanager im Event-Bereich, Florian Kurzmaier, ist ein klassischer Quereinsteiger: Nach einem Studium der Geschichtswissenschaften in München landete er zunächst bei der CW-Schwesterpublikation Gamepro, dann als Volontär bei der Macwelt. Inzwischen betreut er die inhaltliche Seite unserer Veranstaltungen und sorgt dafür, dass die zugehörigen Websites laufen. Privat bloggt er auf Adams Apfel, sportlich gehört sein Herz nur dem FC Bayern.

Der Mangel an Fachkräften ist ein Thema, das derzeit aktueller denn je ist und nicht nur die IT-Branche umtreibt. Das innovative Startup Talentwunder will dem Problem mit IBM-Cloud-Technologie begegnen und präsentierte sein Projekt bei Best in Cloud 2015.
Talentwunder schafft durch IBM-Technologien Mehrwerte für Recruiter.
Talentwunder schafft durch IBM-Technologien Mehrwerte für Recruiter.

Wer schon mal auf der Suche nach einer qualifizierten Fachkraft war, kennt das Dilemma: Die Zahl der potentiellen Bewerber ist groß und die gängigen passiven Recruiting-Plattformen liefern im "war for talents" kaum noch zufriedenstellende Ergebnisse. Einen aktiven Recruiting-Ansatz unterstützt deswegen das Berliner Startup Talentwunder, das sich die Vereinfachung des Recruitings auf die Fahnen geschrieben hat. Dazu werden frei im Web verfügbare Daten aus sozialen Netzwerken aggregiert und ausgewertet, um Personalern optimale Ergebnisse zu liefern. Da Startups klassischerweise nicht das Budget haben, um eigene aufwändige IT-Infrastrukturen zu beschaffen und zu betreiben, entschied sich auch Talentwunder für eine Cloud-basierte Lösung. - in diesem Falle von IBM. Mit dem Projekt "Talentwunder findet Fachkräfte in Sozialen Netzwerken" haben sich IBM und Talentwunder um einen Best in Cloud Award 2015 beworben – und mehrfach abgeräumt!

Projekt-Steckbrief

  • Finalist: IBM Deutschland GmbH

  • Referenzkunde: Talentwunder

  • Kategorie: Platform as a Service (PaaS), Private-/Hybrid-/Managed-Cloud-Projekt

  • Projekttitel: Talentwunder findet Fachkräfte in Sozialen Netzwerken

  • Eingesetzte Produkte: Bluemix, IBM Watson on Bluemix, Softlayer

  • Zeitraum des Projekts: 2014 bis ongoing

  • Projekt-Phase: Run

  • Größe des Projektteams: 2 Personen

  • Zusammenfassung: Durch den Einsatz einer komplexen Kombination aus SoftLayer-IaaS und Bluemix-PaaS ermöglicht IBM dem Startup Talentwunder die Existenz seines Geschäftsmodells. Das Startup sucht und aggregiert mit seinem Dienst öffentlich in sozialen Netzwerken verfügbare Informationen, um Personalern das Matching mit potentiellen neuen Mitarbeitern zu erleichtern. Ohne den Einsatz der Cloud wäre dieses Modell für ein so junges Unternehmen kaum vorstellbar.

Das Einsatzszenario

Wie schon erwähnt: Als Startup kann und will Talentwunder keine eigene IT unterhalten. Im Rahmen des Startup-Inkubator-Projekts "Flying Elephant" erhält Talentwunder nicht nur klassische Unterstützung in Form von Kapital, Office Space und Mentoring, sondern auch in Form von Kontakten zu Startup-freundlichen IT-Angeboten, beispielsweise von IBM.

IBM und Talentwunder beim Live-Pitch vor der Jury.
IBM und Talentwunder beim Live-Pitch vor der Jury.
Foto: Foto Vogt GmbH

Umfrage zu CRM in der Cloud

Die Anforderungen von Talentwunder sind dabei recht ambitioniert, da die intelligente Nutzung von etwa 2,4 Milliarden Social-Media-Profilen reichlich IT-Know-how und entsprechende Ressourcen benötigt. Talentwunder setzt deshalb im Rahmen des IBM Start-up Programms auf die SoftLayer Cloud-Plattform und kombiniert diese mit der Cognitive Computing Engine Watson und der Entwicklungsplattform Bluemix aus dem gleichen Haus.

Die Gründe für diese Entscheidung sind einfach erklärt: Die Anforderungen von Talentwunder passen auf das Angebot. Bluemix ermöglicht ein einfacheres Deployment des SaaS-Systems und Softlayer eine feinere Kontrolle über die Server, die für die Datenbeschaffungs-Crawler gebraucht werden. Für den Weg in die Cloud gab es für das Berliner Startup drei Herausforderungen zu meistern: Erstens sollten die Daten des Services zunächst sicher in die Cloud migriert und dort sicher gehalten werden.

Die Best in Cloud Facts zum Projekt.
Die Best in Cloud Facts zum Projekt.

Zweitens mussten Skalierbarkeit und Flexibilität des Angebots gewährleistet werden, um bei Bedarf schnell zusätzliche Kapazitäten für die Verbreitung von Daten zu erhalten. Drittens müssen sich Server aus unterschiedlichen Clouds und Datacentern schnell und effektiv zu Clustern zusammenstellen lassen.

Die Cloud-Lösung

Der grundsätzliche Aufbau von Talentwunder ist schnell erklärt: Auf der einen Seite steht das Backend der Lösung, das der Datenbeschaffung und -verwaltung dient, während auf der anderen Seite die SaaS steht, innerhalb derer Endnutzer die Suche nach passenden neuen Mitarbeitern vornehmen können.

Im Backend arbeiten in eigenen Virtuellen Maschinen Groovy-Crawler, die jeweils aus dedizierten sozialen Netzwerken frei verfügbare Daten extrahieren und in einer Datenbank (MongoDB) zusammenführen. Auf dieser Datenbank erfolgt dann ebenfalls über Groovy-Scripte die Aufbereitung der gesammelten Daten (Expansion des sozialen Graphen, Berechnung von Scores, etc.). Anschließend landen die Daten in einer Elasticsearch Suchmaschine und sind über die Web-Anwendung auffindbar.

Die gewonnenen Daten werden auf stabilen Netzwerk-Laufwerken gehalten und alle 4 Wochen vollständig gebackupt. Zudem sind sowohl die MongoDB-Datenbank, als auch die Suchmaschine als Cluster mit zwei Replikationen aufgebaut. Die genutzte Software (Web-Applikation und Crawler-Skripte) wird in einem GIT-repository gehalten und ausführbare Archive nach jedem Continuous Deployment in AWS S3 gesichert.

Das vielleicht größte technische Problem, das das Projektteam im Rahmen der Umsetzung zu bewältigen hatte, war die Bereitstellung und Orchestrierung von vielen Servern mit unterschiedlichen IP-Adressen, die im Rahmen der Datenbeschaffung benötigt wurden. Durch eigens angelegte VM-Images auf der SoftLayer-IaaS konnte das Problem aber adressiert und nun sehr schnell mehrere hundert Server über ein Skript gestartet werden.

Die glücklichen Sieger in der Kategorie Platform-as-a-Service.
Die glücklichen Sieger in der Kategorie Platform-as-a-Service.
Foto: Foto Vogt GmbH

Der Business-Nutzen

Einfach gesagt befreit die Nutzung der Cloud das Berliner Startup Talentwunder von der Anschaffung und Unterhaltung einer eigenen dedizierten Infrastruktur. Im Grunde lässt sich das Active-Sourcing-Geschäftsmodell des Startups erst durch die Nutzung der Cloud erfolgreich umsetzen. Darüber hinaus steht dank der IBM-Cloud der Skalierbarkeit und Zukunftsfähigkeit von Talentwunder IT-seitig nichts mehr im Wege und auch zukünftige Modifikationen oder Expansionen sind vorbereitet.