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Gefährdet Corels Verlust die Fusion mit Inprise?

21.03.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die kanadische Softwareschmiede Corel Corp. hat trotz eines außergewöhnlichen Zugewinns von fast neun Millionen Dollar aus dem Verkauf ihrer Graph-On-Beteiligung für das erste Quartal ihres laufenden Fiskaljahres (Ende: 29 Februar) ein Minus von 12,4 Millionen Dollar oder 19 Cent pro Aktie ausgewiesen. Die Finanzwelt hatte laut FistCall/Thomson mit minus 16 Cent gerechnet Ein Jahr zuvor hatte der Fehlbetrag 14,6 Millionen Dollar betragen. Beim Umsatz konnte Corel gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (40,3 Millionen Dollar) um zehn Prozent auf 44,1 Millionen Dollar zulegen. In einer Pressemitteilung kündigten die Kanadier für die zwei kommenden Quartale ähnlich enttäuschende Ergebnisse an.

Den Aktionären von Inprise behagt die Entwicklung verständlicherweise überhaupt nicht. Als die geplante Fusion mit Corel im Februar bekannt gegeben wurde (CW Infonet berichtete) , stand die Corel-Aktie bei rund 20 Dollar. Inprise-Aktionäre sollen im Rahmen der Fusion für jedes ihrer Papiere 0,747 Corel-Anteilscheine erhalten. Deren Schlusskurs fiel zum Fixing gestern Abend auf 13,38 Dollar, mithin ein Wertverlust von rund einem Drittel in eineinhalb Monaten.