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Gedas nimmt Fahrt auf

24.02.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Berliner Gedas AG, der IT-Dienstleister des Volkswagen-Konzerns, hat ein solides Jahr 2004 abgeschlossen, auch wenn nicht alle selbst gesteckten Ziele erreicht werden konnten. Das externe Geschäft außerhalb der Muttergesellschaft verbesserte sich um neun Prozent, vor einem Jahr waren "deutlich über zehn Prozent" geplant. Statt des angestrebten "verhaltenen Wachstums" sanken die Gesamteinnahmen um knapp zwei Prozent auf 567 Millionen Euro. Hintergrund des erneuten Rückgangs war das Sparprogramm "Formotion" der Wolfsburger Muttergesellschaft: Allein dadurch schrumpften die Einnahmen auf einen Schlag um 40 Millionen Euro. Von dem Volumen sei man selbst ein wenig überrascht worden, berichtete ein Gedas-Manager.

Dennoch kann Vorstandschef Axel Knobe zufrieden sein, denn der von ihm vor zwei Jahren eingeleitete Turnaround des zuvor defizitären Unternehmens festigte sich. Dies schlug sich im höchsten Gewinn der Firmengeschichte nieder, der von 10,5 Millionen Euro im Vorjahr auf 13,7 Millionen Euro gesteigert werden konnte. Laut Knobe errechnet sich für 2004 eine Kapitalverzinsung von 6,3 Prozent, mittelfristig seien neun Prozent angepeilt. Ein weiterer Erfolg war, dass Gedas inzwischen auch im externen Geschäft profitabel geworden ist - und zusätzliche Mitarbeiter angestellt hat.

Kaum Gutes aus Wolfsburg steht für das laufende Jahr an, der kaptive Umsatz droht weiter zu schrumpfen. Zuletzt nahm der IT-Dienstleister 69 Prozent aus Geschäften mit der Muttergesellschaft ein, Tendenz fallend. Vormals, so Knobe, habe der Autobauer gar nicht gewollt, dass Gedas mehr als 30 Prozent mit anderen Unternehmen erwirtschaftet. Doch die Zeiten haben sich geändert: "Wir dürfen nicht nur, wir müssen externes Geschäft machen", sagte der CEO.

In zwei bis drei Jahren komme ein ausgeglichenes Verhältnis nicht ungelegen. Darüber führt der Dienstleister gegenwärtig stratgische Diskussionen mit der Mutter. Im laufenden Jahr ist eine Steigerungsrate für das externe Geschäft von mehr als zehn Prozent einkalkuliert. Zudem setzt Knobe alles daran, auch den Gedas-Anteil am IT-Budget von VW auszubauen. Unter dem Strich will der CEO 2005 eine erneute Ergebnisverbesserung sehen. Letzte Frage: "Gedas is not for sale", antwortet Knobe. (ajf)