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Geac geht für eine Milliarde Dollar an Golden Gate Capital

07.11.2005
Die Private-Equity-Firma Golden Gate Capital übernimmt für rund eine Milliarde Dollar das kanadische Softwarehaus Geac Computer.

Geac hatte sich vor rund drei Monaten selbst zum Verkauf freigegeben. Die Firma mit Sitz in Markham, Ontario, bietet Business-Software an, die vor allem in den Buchhaltungen von Unternehmen zum Einsatz kommt. Im August hatte sie die Investment-Bank Bear Stearns mit der Untersuchung "strategischer Alternativen" beauftragt.

Die Geac-Aktionäre erhalten im Rahmen des heute angekündigten Deals 11,10 Dollar für jede ihrer Aktien. Das entspricht einem Aufschlag von 27 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Die Chefetage des Unternehmens unterstützt (ebenso wie der Großaktionär Crescendo Partners) den Verkauf einstimmig. Der Deal soll vorbehaltlich der Zustimmung der Anleger sowie der Aufsichtsbehörden vermutlich im ersten Quartal kommenden Jahres abgeschlossen werden.

Nach Abschluss der Transaktion will Golden Gate laut "Wall Street Journal" das Business von Geac aufteilen und den ERP-Teil (Enterprise Resource Planning) seiner Beteiligung Infor einverleiben. Die Finanz- und Branchensoftware ("Enterprise Server", "SmartStream", "Anael", "Extensit", "Comshare") sollen zwei Bereiche einer neuen, bislang noch namenlosen Unternehmen bilden, der auch Geacs G&A-Mitarbeiter (General & Administrative) zugeschlagen werden. (tc)