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GE Capital greift Xerox unter die Arme

12.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der hoch verschuldete Xerox-Konzern will seine Geräte-Finanzierungsaktivitäten für US-Kunden künftig vom Investitionsarm GE Capital des Elektronikriesen General Electric abwickeln lassen. Zu diesem Zweck unterzeichneten die beiden Unternehmen eine vorläufige Vereinbarung, die jedoch noch endgültig abgesegnet werden muss. Im Rahmen des Abkommens wird Xerox fast seine gesamte Kundenverwaltungseinheit bis zum 2. Januar 2002 in ein neues Joint Venture mit GE Capital Vendor Financial Services überführen. An dem Gemeinschaftsunternehmen wird GE Capital 81 Prozent halten, die übrigen 19 Prozent gehen an Xerox. Rund 2400 Mitarbeiter des Drucker- und Kopiererspezialisten sollen in Zukunft für die neue Company arbeiten.

Als Teil der Vereinbarung wird GE Capital dem angeschlagenen Druckerhersteller zudem Finanzmittel in Höhe von rund einer Milliarde Dollar zur Verfügung stellen. Xerox-Chefin Anne Mulcahy erklärte, durch dieses Abkommen werde sich die Bilanz des Konzerns verändern. So könnten Schulden in Höhe von rund fünf Milliarden Dollar aus den Xerox-Büchern gestrichen werden. Nähere Erläuterungen machte sie nicht.