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Gauss rechnet 2002 mit operativen Gewinn

02.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Hamburger Softwareschmiede Gauss Interprise AG weitete im Geschäftsjahr 2001 ihren operativen Verlust aus und rechnet im laufenden Jahr nur mit einer leichten Verbesserung. Nachdem der Konzern im vergangenen Jahr vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) das Defizit von 18,2 Millionen auf 25,3 Millionen Euro steigerte, sollen 2002 schwarze Zahlen geschrieben werden. Der Nettoverlust reduzierte sich im vergangenen Jahr von 116,9 Millionen auf 39,3 Millionen Euro.

Im fortgeführten Produktgeschäft erzielten die Hamburger ein Umsatzwachstum um 72 Prozent von 19,1 Millionen auf 32,8 Millionen Euro. Nach Unternehmensangaben steuerten die Lizenzeinnahmen rund 49 Prozent dazu bei. Nicht eingerechnet sind die Erlöse der Beratungssparte, die sich Ende 200 im Rahmen eines Management-Buyouts selbstständig gemacht hatte.

Im Zusammenhang mit dem kürzlich entdeckten Manipulationsfall (Computerwoche online berichtete) erklärte der Konzern, dass mögliche negative Folgen für das Unternehmen noch nicht abzuschätzen seien. Der Image-Verlust sei jedoch immens. Ende März war bekannt geworden, dass ein leitender Vertriebsmitarbeiter die Zahlen eines Großauftrags fälschlicherweise zu hoch beziffert hatte. (mb)