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Gateway: Erste Schritte in Richtung Europa-Ausstieg

09.08.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der PC-Hersteller und -Direktverkäufer Gateway prüft derzeit, ob zwei Niederlassungen in Großbritannien und Irland geschlossen werden sollen. Betroffen sind rund 1100 Arbeitsplätze in der Produktionsstätte in Dublin und in der Vertriebs- und Marketing-Zentrale in Uxbridge. Gateway erklärte, eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Standorte sei jedoch noch nicht gefallen. Derzeit überprüfe man die Wachstumsmöglichkeiten des Konzerns außerhalb der USA. Im abgelaufenen zweiten Fiskalquartal fielen Gateways Einnahmen in Europa um 46 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal auf 72,5 Millionen Dollar. Unternehmenssprecherin Donna Kather erklärte, man erwäge zudem die Schließung der asiatischen Büros. Im asiatisch-pazifischen Raum fiel der Umsatz im abgelaufenen Fiskalquartal um 52 Prozent auf 110,3 Millionen Dollar.

Sollte Gateway seine Vertretungen in Irland und Großbritannien dicht machen, käme dies einem Rückzug aus Europa gleich. Die irische Niederlassung gilt als Europa-Zentrale des Konzerns. Ende Juli hatte der PC-Spezialist bereits sein Büro in München geschlossen (Computerwoche online berichtete).