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Gates verlangt Aufhebung der Visapflicht für ausländische IT-Experten

28.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Im Rahmen einer Podiumsdiskussion in Washington wurde Microsoft-Gründer Bill Gates gefragt, was er ändern würde, wenn er einen Tag lang König wäre. Er plädierte für die Abschaffung des H1-B-Visa-Programms, das den Zustrom ausländischer Arbeitnehmer nach USA regelt. "In einer globalen Wirtschaft hat diese Regelung keinen Sinn", lautete das vernichtende Urteil von Gates. Er beklagte sich darüber, dass sein Unternehmen nicht ausreichend qualifizierte IT-Experten finde. Das amerikanische Bildungssystem "produziere" weniger Absolventen der Naturwissenschaften wie China und Indien. Schon in der Grund- und Oberstufe müssten "dramatische" Veränderungen stattfinden, um die Kinder von naturwissenschaftlichen Themen zu begeistern. Allerdings habe er wenig Hoffnung auf Änderung, da er selbst als König wenig Einflussmöglichkeiten habe: Für die Schulpolitik sind nämlich die lokalen Behörden zuständig. (hk)