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Gartner spricht klärende Worte zu Vista

24.11.2005
Gartner hat eine zweite Research Note zum kommenden Windows veröffentlicht. Die erste sei hier und da missverstanden worden, erklärte die Marktforschungs- und Beratungsfirma.

Nach Erscheinen der ersten Notiz (siehe "Windows Vista nicht vor 2008 einführen") hat bei Gartner wahrscheinlich gleich das rote Telefon aus Redmond geklingelt - unter anderem hatten die Experten geschrieben, Anwenderunternehmen "sollten das Upgrade auf Windows Vista nicht überstürzen" und "die meisten Firmen könnten problemlos bis 2008 damit warten". Wenn da nicht bei Steve Ballmer und Co. die Alarmglocken klingeln, wann dann?

Jedenfalls gibt es nun eine zweite Notiz. Diese enthält prinzipiell zwar die gleichen Ratschläge wie die erste, stellt aber das Abwarten bis 2008 als "business as usual" dar. "Deployments passieren nicht einfach so über Nacht. Es wird viele Unternehmen etwa 18 Monate ab Auslieferung von Windows Vista kosten, ihre Anwendungen zu testen, ihre Softwareanbieter dazu zu bringen, Vista zu unterstützen, Images zu erstellen und Pilot-Tests zu fahren. Organisationen, die Vista bis zum Jahr 2008 ignorieren, werden es nicht vor 2010 ausrollen können", erklärte Gartners Vice President of Research Mike Silver.

Die neue Research Note ersetze im Übrigen nicht die frühere, so Silver weiter. Gartner stehe zu seiner Analyse der Features in Vista ("weitgehend schon heute über Tools von Drittanbietern verfügbar") und belasse es bei seiner Empfehlung, eine Strategie "kontrollierter Diversifizierung" zu verfolgen und Vista nicht vor 2008 sowie zunächst nur mit neuen Rechnern ins Unternehmen zu lassen. Dies gelte zumindest für XP-Shops - wer noch Windows 2000 fahre, der müsse sich allerdings sputen mit dem Umstieg auf die nächste Windows-Generation. (tc)