Best Practices

Gartner: Sechs Tipps zur Server-Virtualisierung

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Gartner lässt die Allgemeinheit an seinen Erfahrungen aus Kundenprojekten zur Server-Virtualisierung teilhaben. Sechs Best Practices sollen Firmen dabei helfen, ihre Server richtig zu "verhackstücken".

Aus Sicht des Beratungs- und Marktforschungsunternehmens Gartner ist Virtualisierung bis zum Jahr 2010 bei Servern der wichtigste Trend. Der Return on Investment (RoI) der Virtualisierung sei zwar an sich verführerisch, doch lasse sich die Technik auch in puncto Kosten, Management-Strategie, Herangehensweise, Architektur und Software schlecht implementieren. Viele dieser Probleme, so Gartner, lassen sich aber vermeiden, wenn Anwender im Vorfeld die richtigen Beurteilungen vornehmen, bevor sie ihre Systeme virtualisieren.

"In den nächsten fünf Jahren wird der noch unreife Mark für Server-Virtualisierung ausreifen, weil Wettbewerb entsteht und die Preise drückt", sagt Phil Dawson, Research Vice President bei Gartner. "So lange können die meisten Firmen aber nicht warten - Probleme mit Server-Wildwuchs, Raumnot im Rechenzentrum und Stromversorgung gibt es jetzt. Anwender, die mindestens 50 virtuelle Maschinen im Jahr aufsetzen, können schon jetzt einen Business Case mit schnellen RoI erzielen."

Mit dem richtigen Ansatz und der richtigen Strategie für Virtualisierung und einem langfristigen Plan für die nötigen Änderungen bei Prozessen und Werkzeugen für die Server-Verwaltung können Unternehmen laut Dawson Virtualisierung schon jetzt effektiv nutzen und ihre Server zu einem effizienteren, fließenden Pool dynamischer Kapazität umbauen. "Damit werden nicht nur die Platz- und Energieprobleme zumindest vorübergehend gelöst, sondern die IT wird gleichzeitig für ihre Kunden ein deutlich effizienterer und flexiblerer Anbieter von Server-Kapazität", so der Gartner-Mann.

Gartner empfiehlt dazu konkret sechs Best Practices. Diese lauten wie folgt:

Klein anfangen, groß denken

Auch wenn die Hersteller und Consultants Server-Virtualisierung im großen Maßstab empfehlen, rät Gartner aus Kosten-, Management- und kultureller Sicht dazu, erst einmal klein anzufangen. Es gebe zwei sehr unterschiedliche Phasen beim Deployment von Server-Virtualisierung. Die erste fokussiere auf Server-Konsolidierung, Kostensenkung und besserer Hardware-Ausnutzung. Die zweite Phase sei strategisch wichtiger, komplexer zu implementieren und bringe dem Kunden erheblich mehr Mehrwert. In dieser Phase ändere sich der Fokus darauf, neue Services bereitzustellen oder die Qualität und Geschwindigkeit von Services zu verbessern.