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Gartner: .Net-Portierungen sind nicht billig

28.06.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Experten von Gartner schätzen, dass Unternehmen für die Portierung bestehender Microsoft-Anwendungen auf die neue .Net-Architektur noch einmal rund die Hälfte der ursprünglichen Entwicklungskosten veranschlagen dürfen. Auf Basis eines neu entworfenen Kostenmodells haben die Auguren errechnet, dass ein Port älterer Windows-Anwendungen zwischen 40 und 60 Prozent der anfänglichen Entwicklung verschlingt.

Die Schätzung geht dabei davon aus, das Visual Basic .Net zum Einsatz kommt. Dieses wurde gegenüber älteren Versionen in zentralen Punkten erweitert, beispielsweise in Sachen Objektorientierung und komponentenbasierte Entwicklung. Gartner plant außerdem eine weitere Studie, die dann den entsprechenden Aufwand für Microsofts neue Sprache C Sharp ermitteln soll. Dieser soll noch höher sein als bei Visual Basic.

Die meisten Übertragungen auf .Net sind Gartner zufolge zu 95 Prozent fehlerfrei. Neben der reinen Code-Konvertierung haben die Auguren laut "Computerwire" in ihrer Rechnung aber auch weitere Aspekte berücksichtigt, beispielsweise Schulungsaufwand und Produktivitätsausfall. (tc)