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Gartner meldet Wachstumsschwund im Handheld-Markt

13.02.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Marktforscher von Gartner Dataquest veröffentlichen heute Zahlen zum weltweiten Handheld-Markt. Dieser sei im vergangenen Jahr um nur noch 18 Prozent gewachsen und soll auch 2002 in gleichem Maße zulegen. Dataquest zufolge wurden im Jahr 2001 insgesamt 13,1 Millionen Handhelds verkauft. Im Vorjahr hatte sich der Absatz noch auf elf Millionen Einheiten mehr als verdoppelt.

"Der Markt für Handheld-Computer glich im vergangenen Jahr einer Achterbahnfahrt", bilanziert Principal Analyst Todd Kort. Üblicherweise verzeichne man vom ersten zum vierten Quartal eines Jahres ein stetiges Wachstum. 2001 seien aber nur das erste und vierte Quartal normal verlaufen, während im zweiten und dritten Dreimonatszeitraum ein Abschwung verzeichnet wurde. Dieser sei zum einen durch die Wirtschaftsflaute entstanden, zum anderen durch Lagerprobleme beim Marktführer Palm.

Die Palm-OS-Plattform dominierte auch 2001 noch mit 57 Prozent aller verkauften Geräte den Markt. Ein Jahr zuvor liefen allerdings noch 66 Prozent aller verkauften PDAs unter Palm OS, und für dieses Jahr erwartet Dataquest einen weiteren Rückgang auf 52 Prozent. Palms eigener Marktanteil fiel im vergangenen Jahr um 9,5 auf 38,6 Prozent ab. Geräte mit Microsofts Betriebssystem Pocket PC legten auf zusammen 21 Prozent Marktanteil zu; dieser Trend soll sich heuer mit 25 Prozent fortsetzen. Vor allem Compaq konnte sich deutlich steigern und seinen Marktanteil auf 9,8 Prozent mehr als verdoppeln.

Der Durchschnittpreis der Geräte fiel erneut. Kostete ein Handheld im Jahr 2000 im Schnitt noch 296 Dollar, so war er im vergangenen Jahr schon für 277 Dollar zu haben. Für 2002 erwartet Analyst Kort allerdings wieder steigende Preise (auf 295 Dollar), weil vor allem höherwertige und robustere Geräte mit teilweise drahtloser Netztechnik auf den Markt kämen. (tc)