Web

 

Gartner meldet 26 Prozent Wachstum im weltweiten Handymarkt

01.12.2004
Weltweit wurden laut Dataquest im dritten Quartal deutlich mehr Handys verkauft als ein Jahr zuvor - dabei hatte die Branche eigentlich vorweihnachtliche Stagnation erwartet.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Angaben der Marktforscher von Gartner Dataquest wurden im dritten Quartal 2004 weltweit gut 167 Millionen Mobiltelefone verkauft, das sind 26 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. "Historisch betrachtet ist das ein selten starkes Quartal", wundert sich Analystin Carolina Milanesi. "Die Branche ging eigentlich von Stagnation in Erwartung des Weihnachtsgeschäfts aus. Stattdessen gab es in allen Regionen mit Ausnahme Japans übers Jahr ein Wachstum."

In den entwickelten Märkten wie den USA oder Europa hätten neue Modelle und sinkende Preise die Austauschkäufe angekurbelt, erläutert die Gartner-Frau, und in den Emerging Markets wie Asien, Zentraleuropa und dem Nahen Osten sei die Zahl der Mobilfunknutzer weiter gestiegen.

Auf Seiten der Hersteller gewann der zwischenzeitlich schwächelnde Marktführer Nokia wieder an Boden und steigerte seinen Marktanteil wieder auf über 30 Prozent. Die Finnen verkauften laut Gartner im vierten Quartal 51,69 Millionen Handys (plus 34,2 Prozent) und erzielten 30,9 Prozent Market Share. Samsung konnte mit einem Plus von 11,2 Prozent auf 22,98 Millionen Geräte seinen Marktanteil auf 13,8 Prozent steigern und verdrängte erstmals Motorola auf Rang drei.

Der US-amerikanische Hersteller verkaufte mit 22,39 Millionen Handys aber 14,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und kam auf 13,4 Prozent Markanteil. Platz vier belegt Siemens mit einer Steigerung um 9,1 Prozent auf 12,76 Millionen Mobiltelefone und 7,6 Prozent Marktanteil. Den fünften Platz schaffte LG mit 11,14 Millionen verkauften Handys (plus 5,3 Prozent) und 6,7 Prozent Market Share. Auf dem sechsten Platz findet sich das japanisch-schwedische Joint Venture Sony Ericsson, das gleichfalls um 5,3 Prozent auf 10,68 Millionen Einheiten zulegte, die für 6,4 Prozent Marktanteil gut waren.

Alle übrigen Hersteller setzten zusammen 35,42 Millionen Handys ab, 20,2 Prozent mehr als im Vorjahresquartal, und teilen sich die verbleibenden 21,2 Prozent des Marktes. (tc)