Marktentwicklung CRM

Gartner kritisiert Anbieter

30.07.2009
Ima Buxton arbeitet als freie Redakteurin in München. Sie schreibt schwerpunktmäßig zu Strategie- und Trendthemen.
Die Ausgaben der Unternehmen für CRM werden im Jahr 2010 weltweit auf dem Niveau der Vorjahre verharren, prognostiziert eine aktuelle Gartner-Studie. Wachstum erwarten die Analysten allenfalls im asiatisch-pazifischen Marktraum.
Die Ausgaben für horizontale Software inklusive CRM-Anwendungen werden 2010 voraussichtlich nur im asiatisch-pazifischen Marktraum steigen. (Quelle: Gartner)
Die Ausgaben für horizontale Software inklusive CRM-Anwendungen werden 2010 voraussichtlich nur im asiatisch-pazifischen Marktraum steigen. (Quelle: Gartner)
Foto: Gartner

Das IT-Marktforschungsunternehmen Gartner wirft in seiner neuesten Studie einen Blick auf die IT-Budgets der Unternehmen im kommenden Jahr. Danach werden die weltweiten Ausgaben für Software im Jahr 2010 trotz derzeit insgesamt sinkender IT-Budgets weltweit um durchschnittlich 1,53 Prozent ansteigen. Im Bereich der horizontalen Unternehmens-Applikationen, zu denen auch CRM-Anwendungen zählen, verharren die Ausgaben aber der Studie zufolge auf dem selben Niveau wie in den Vorjahren. Immerhin 30 Prozent der befragten Unternehmen räumen diesem Bereich aber einen besonderen Stellenwert ein und planen höhere Ausgaben. Lediglich im asiatisch-pazifischen Markt erwartet eine Vielzahl an Unternehmen ein Wachstum für dieses Marktsegment.

Anbieter horizontaler Software-Produkte, die vom Wachstum in diesen Ländern profitieren wollen, sollten nach Ansicht der Analysten stark auf die Bedürfnisse der Kunden fokussieren. Angebote müssten sich an den längerfristigen Bedürfnissen der Unternehmen orientieren, um so optimale Voraussetzungen für Wachstum zu schaffen. Anbietern ohne Präsenz in den Wachstumsmärkten der asiatischen Schwellenländer empfehlen die Analysten strategische Partnerschaften.

Tieferes Verständnis für Hintergründe von Kaufentscheidungen

Darüber hinaus könnten laut Gartner-Studie der Erwerb von ergänzenden Produktfunktionalitäten oder professionellen Services den Markteintritt erleichtern. So würden beispielsweise zahlreiche Unternehmen ihre Wertschöpfungskette straffen, um Kosten zu sparen und ihren Kundenservice zu verbessern, was höhere Ausgaben für CRM- und SCM (Supply Chaine Management)-Software erwarten ließe. In Folge würden diese Kunden aber auch collaborative IT-Maßnahmen ergreifen, da diese weiter zu einer höheren Kundenzufriedenheit beitrügen. Grundsätzlich gelte für Anbieter, dass sie ein tieferes Verständnis für die Hintergründe von Kaufentscheidungen entwickeln müssten. Erforderlich sei, schließt Gartner, ein beratungsorientierter Vertriebsansatz, der die entscheidenden Aspekte in Business und IT ihrer bestehenden und künftigen Kunden im Blick behält.