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Gartner: IT-Ausgaben steigen bis 2007 um fünf Prozent jährlich

21.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das Marktforschungsinstitut Gartner Dataquest ist zuversichtlich, dass die weltweiten IT-Investitionen ab dem nächsten Jahr deutlich ansteigen werden. Grund dafür sei ein Strategiewechsel in den Unternehmen, sagte CEO und Chairman Michael Fleisher in seiner Keynote auf dem Gartner-Symposium/ITExpo in Orlando, Florida: Immer mehr Entscheider planten nun, ihr veraltetes IT-Equipment zu aktualisieren und neue Technologien einzuführen. Um die Effizienz im Unternehmen zu steigern, setzten sie dabei insbesondere auf Open-Source-Software und drahtlose Kommunikation, so Fleisher.

Die Marktforscher gehen davon aus, dass es bis ins Jahr 2006 einen moderaten Anstieg der IT-Investitionen geben wird. Ab diesem Zeitpunkt werden dann verschiedene Technologien miteinander verschmelzen und für eine zusätzliche Beschleunigung der Nachfrageerholung sorgen. So sähen IT-Manager überraschend neue Möglichkeiten, die Flexibilität, Effizienz und Profitabilität in vielen Geschäftsprozessen zu verbessern. "Es wird eine große Wende geben", prognostizierte Fleisher: "Wir glauben, dass sich das Jahr 2006 im Hinblick auf die IT-Ausgaben genauso vom gegenwärtigen Zustand unterscheidet, wie das Jahr 2003 von 1999." So begännen die Unternehmen nun damit, nicht mehr nur ihre Gewinne zu schützen, sondern auch auf die Steigerung des Wachstums zu achten. Kostensenkung sei dabei zwar weiterhin von Bedeutung, aber nicht mehr das Hauptaugenmerk der CEOs.

In Zahlen ausgedrückt, rechnet Gartner im Jahr 2004 mit einem Wachstum der weltweiten IT-Investitionen um 5,4 Prozent von 2,27 Billionen auf 2,4 Billionen Dollar. Bei einem jährlichen Wachstum um fünf Prozent sollen die IT-Ausgaben bis 2007 ein Volumen von 2,77 Billionen Dollar erreichen. Als wichtigstes Zugpferd des Wachstums sehen die Auguren dabei den Bereich Computer-Hardware. Hier erwartet Gartner, dass die Investitionen im Jahr 2004 um 4,4 Prozent auf 355 Milliarden Dollar ansteigen - nach einem Nullwachstum im laufenden Jahr und einem Rückgang um 2,2 Prozent im Jahr 2002. Die Ausgaben für Software sollen 2004 um sieben Prozent klettern, nach einem Zuwachs um 2,2 Prozent in diesem Jahr. Im Schnitt soll das Volumen in dem Bereich bis 2007 um jährlich acht Prozent ansteigen. (mb)