Licht am Ende des Tunnels?

Gartner hebt Prognose für PC-Markt 2009 marginal an

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Die Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner hat ihre Erwartung für den weltweiten PC-Markt in diesem Jahr geringfügig nach oben korrigiert.

Gartner erwartet aber immer noch, dass die verkauften Stückzahlen gegenüber 2008 um sechs Prozent auf 274 Millionen zurückgehen. Im Vorjahr waren 292 Millionen PCs ausgeliefert worden.

Die Auguren hatten zuletzt im Mai einen Rückgang um 6,6 Prozent und im März sogar noch von 9,2 Prozent prognostiziert. Nun sehen sie Licht am Ende des Krisentunnels und erwarten für das vierte Quartal 2009 wieder ein Wachstum. Diese soll sich 2010 zu einer gesunden Markterholung mit dann 10,3 Prozent Stückzahlenplus auswachsen.

Derzeit, so konstatiert der Gartner-Analyst George Shiffler, verlängerten angesichts der Krise viele Anwender ihre PC-Lebenszyklen und zögerten Austäusche hinaus. "Die gute Nachricht für die Branche ist, dass aufgeschobene Replacements keine aufgehobenen sind", so Shiffler. Die Ersatzbeschaffungen würden in den Jahren 2010 und 2011 stark zunehmen und die Erholung des Gesamtmarkts beflügeln.

Große Auswirkungen der Verfügbarkeit von Windows 7 im Oktober dieses Jahres erwartet Gartner indes noch nicht. Consumer würden neue PCs deswegen nicht anders kaufen als sonst auch, und Unternehmen würden erst einmal mindestens ein Jahr verstreichen lassen und ihre Applikationen gegen das neue Windows testen, bevor sie zur Deployment-Tat schritten.