Gartner: Handyabsatz in Westeuropa bricht ein

29.05.2008
Der Mobilfunkabsatz ist im ersten Quartal 2008 deutlich angestiegen. Allerdings resultiert das Wachstum vor allem aus den steigenden Verkäufen in Schwellen- und Entwicklungsländern, in Westeuropa brach der Absatz hingegen ein. Marktführer ist weiterhin Nokia, größter Verlierer bleibt Motorola. Kürzlich hatten bereits IDC und ABIresearch Marktzahlen mitgeteilt.

Der weltweite Absatz von Handys stieg im ersten Quartal 2008 stark an. Insgesamt verkaufte die Industrie rund 294,3 Millionen Geräte, das ist ein Zuwachs um 13,6 Prozent verglichen zum Vorjahreszeitraum. Allerdings entwickelten sich die Verkaufszahlen regional unterschiedlich: Während die Schwellen- und Entwicklungsländer stark zulegten, sank der Absatz in Westeuropa um 16,4 Prozent. Für das Gesamtjahr korrigierte Gartner seine Erwartungen nach unten.

An der Spitze der Hersteller steht weiterhin Nokia mit 115,2 Millionen verkauften Mobiltelefonen. Der Marktanteil stieg verglichen zum ersten Quartal 2007 um 3,6 auf 39,1 Prozent. Grund für die positive Entwicklung ist die breite Produktpalette der Finnen. Den zweiten Platz sicherte sich Samsung mit 42,4 Millionen Handys und einem Marktanteil von 14,4 Prozent. Auch die Koreaner legten deutlich um 2 auf 14,4 Prozent zu.

Die stärkte Entwicklung gab es bei Motorola: Der US-Hersteller lag im letzten Jahr mit 18,4 Prozent noch auf dem zweiten Rang. Mit einem Marktanteil von aktuell 10,2 Prozent und 29,9 Millionen Handys muss sich der Konzern jetzt vor der Konkurrenz in Acht nehmen. LG Electronics verkaufte 23,6 Millionen Geräte und lag mit 8 Prozent knapp hinter den Amerikanern, Sony Ericsson fiel knapp dahinter auf den fünften Rang zurück.

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