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Gartner: Handy-Markt legte in zweiten Quartal zu

28.08.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Untersuchungen von Gartner Dataquest hat der weltweite Handy-Markt im zweiten Quartal 2002 leicht zugelegt: Nachdem im ersten Quartal 2002 mit 93,8 Millionen Mobiltelefonen rund vier Prozent weniger Geräte als im Vorjahreszeitraum verkauft worden waren (Computerwoche online berichtete), verbuchten die Anbieter im zweiten Quartal einen Zuwachs um 0,8 Prozent auf 98,7 Millionen verkaufte Mobiltelefone. Die meisten Marktforscher sind optimistisch, dass die Flaute überwunden ist und erwarten für die kommenden Quartale wieder ein stärkeres Wachstum. In diesem Jahr - so schätzen die Auguren von Gartner Dataquest - sollen weltweit rund 420 Millionen Handy über den Ladentisch wandern, das wären fünf Prozent oder 20 Millionen mehr als im Vorjahr.

Marktführer Nokia verbuchte im zweiten Quartal mit 35,1 Millionen verkauften Geräten einen Zuwachs von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil kletterte von 34,2 auf 35,6 Prozent. Motorola konnte zwar seine Verkaufszahlen um 1,1 Prozent auf 15,5 Millionen Handys steigern, bleibt jedoch mit unverändert 15,7 Prozent Marktanteil weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Am schnellsten nähert sich derzeit Samsung dem Führungsduo: Das koreanische Unternehmen verkaufte 9,3 Millionen Mobiltelefone und erreichte damit einen Zuwachs von 46 Prozent und einen Marktanteil von 9,5 Prozent. Der Elektronikkonzern Siemens hatte den dritten Rang bereits im ersten Quartal 2002 an Samsung abgegeben. Im zweiten Quartal konnten die Münchner ihren Marktanteil

gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent auf 8,4 Prozent steigern und 13 Prozent mehr Geräte verkaufen. Das schwedisch-japanische Joint-venture Sony Ericsson lag mit 5,4 Prozent Marktanteil auf Platz fünf. Rund ein Viertel aller im zweiten Quartal abgesetzten Handys tragen die Logos anderer Hersteller. (mb)