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Gartner: Handy-Absatz durchbricht 2009 Milliardengrenze

20.07.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nach Schätzungen von Gartner plagen Mobilfunk-Hersteller in den nächsten Jahren kaum Absatzprobleme. Die Analysten rechnen damit, dass die Verkaufszahl in diesem Jahr gegenüber 2004 um 16 Prozent auf 779 Millionen Geräte ansteigt. Im Jahr 2009 sollen dann bereits mehr als eine Milliarde Handys abgesetzt werden. "Der weltweite Appetit auf Mobiltelefone übertrifft sogar noch die optimistischsten Erwartungen", bringt es der Analyst Ben Wood auf den Punkt. Gartner schätzt, dass Ende 2009 rund um den Globus zirka 2,6 Milliarden Handys im Einsatz sind. Damit bleibe das Mobiltelefon voraussichtlich weiter das am meisten genutzte elektronische Gerät auf dem Planeten, so Wood.

Laut Gartner-Analystin Carolina Milanesi wächst die Handy-Nachfrage weltweit in vergleichbarem Tempo. In gesättigten Märkten wie Europa oder Nordamerika ersetzten die Kunden ihre alten Handys durch neue. In Wachstumsmärkten wie Brasilien oder Indien sei der Zuwachs an Neukunden am größten. Die am stärksten zulegende Region bleibe der Raum Asien-Pazifik, wo laut Gartner in diesem Jahr jedes vierte Mobiltelefon verkauft werde. 2009 werde es sogar jedes Dritte sein. Gefragt sind künftig vor allem Smartphones. Gartner schätzt, dass sich der Absatz bis 2006 jährlich verdoppeln und im Jahr 2009 auf 200 Millionen Einheiten wachsen wird.

Trotz der guten Zahlen haben auch die Handy-Hersteller ihre Sorgen: Gartner-Analyst Wood schätzt, dass der durchschnittliche Großhandelspreis für Mobiltelefone in den nächsten fünf Jahren von 174 Dollar auf 161 Dollar sinkt. Da die Geräte gleichzeitig komplexer werden, gehe es mehr denn je darum, ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. (mb)