2011

Gartner erwartet 9,5 Prozent Wachstum bei Unternehmenssoftware

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Die Marktforschungs- und Beratungsfirma Gartner hat eine Prognose zum Markt für Enterprise Software im Jahr 2011 veröffentlicht.

Demnach sollen Firmen in diesem Jahr 267 Milliarden Dollar für Software ausgeben, das wären 9,5 Prozent mehr als die 244 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2010. 2012 soll sich das Wachstum fortsetzen auf 288 Milliarden Dollar.

Von den heuer 267 Milliarden Dollar Umsatz entfallen 153,3 Milliarden (plus neun Prozent) auf Infrastruktur-Software. 32,6 Milliarden davon werden laut Gartner für Betriebssysteme ausgegeben, gefolgt von Datenbanken (DBMS) mit 25,5 Milliarden Dollar. Bei Anwendungssoftware erwarten die Auguren Erlöse von 114,4 Milliarden Dollar (plus 10,2 Prozent). Das größte Untersegment ist hier Enterprise Resource Planning (ERP) mit 23,3 Milliarden Dollar, gefolgt von Office-Paketen mit 15,7 Milliarden Dollar.

Regional größter Markt ist Nordamerika, wo Gartner 2011 Ausgaben für Enterprise-Software von 121,2 Milliarden Dollar erwartet nach 112,9 Milliarden im Vorjahr. Das Wachstum soll dort bis 2015 auf dann 158,1 Milliarden Dollar anhalten.

In Westeuropa prognostizieren die Experten in diesem Jahr 78,3 Milliarden Dollar Umsatz nach 70,3 Milliarden Dollar 2010. Das Wachstum auf dem Alten Kontinent werde sich bis 2015 analog zu dem in Nordamerika entwickeln - allerdings mit einigen Besonderheiten.

"In Westeuropa könnten die Ausgaben für Unternehmenssoftware im zweiten Halbjahr 2011 etwas stärker zulegen, aber der Gegenwind nimmt zu. Das Wachstum in Europa schwächt sich ab, hauptsächlich wegen der jüngsten Währungsaufwertung, knapperer Budgets, höherer Rohstoffpreise und Sorgen um die Verschuldung in Ländern wie Griechenland, Irland, Portugal und Spanien", kommentiert Gartners Research Director Fabrizio Biscotti. Das Ergebnis dieser Hemmschuhe werde die Wachstumstrends in einigen Ländern Westeuropas verschärfen. "Allerdings liegen Ländern wie Dänemark, Deutschland, Finnland, Norwegen und Schweden auf der entgegengesetzten Seite dieses Trends."